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Mast

Erbsen als Eiweißersatz in der Schweinemast

von , am
16.10.2015

Die LWK Niedersachsen prüfte in einem Fütterungsversuch, welche Leistungen in der Schweinemast auf Basis heutiger Genetik mit Erbsenrationen erzielt werden können. Die Ergebnisse sind vielversprechend.

Schweine reagieren besonders empfindlich auf zu hohe Mykotoxinwerte im Futter. © Mühlhausen/landpixel
Gegenüber Soja- und Rapsextraktionsschrot weisen Ackerbohnen und Erbsen einen geringeren Rohproteingehalt auf. Ackerbohnen enthalten etwa 25 bis 26 Prozent (%), Erbsen 20 bis 22 %. Die Körnerleguminosen enthalten aber wenig Methionin. Da kaum aktuelle Ergebnisse aus Fütterungsversuchen vorliegen und das Sortenspektrum sich geändert hat, führte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen einen Versuch durch, um zu prüfen, welche Leistungen Mastschweine heutiger Genetik mit Futtererbsen als Eiweißfuttermittel erzielen können.

Versuchsdurchführung

In der Leistungsprüfungsanstalt Quakenbrück wurden je 60 Ferkel (Pi x Danzucht) nach Gewicht und Geschlecht auf zwei Futtergruppen verteilt und in Einzelbuchten gehalten. Die Kotrollgruppe bezog ihr Eiweiß aus Soja- und Rapsextraktionsschrot sowie Getreideschlempefutter. Die Versuchsgruppe wurde
  • in der Anfangsmast mit 15 %,
  • in der Mittelmast mit 20 % und
  • in der Endmast mit 25 % Erbsen gefüttert.
Das Futter der Erbsen-Gruppe enthielt gegenüber der Kontrollgruppe
  • in der Anfangsmast 3 % Sojaschrot und 0,7 % Rapsschrot weniger,
  • in der Mittelmast wurde der Sojaschrotanteil um 4,7 % reduziert,
  • im Endmastfutter der Erbsen-Gruppe war kein Sojaschrot mehr enthalten, der Rapsschrotanteil war um 3,3 % verringert.

Ergebnisse des Fütterungsversuchs

  • Die Schweine der Erbsengruppe waren am Mastende 1,1 kg schwerer als die Kontrollgruppe, diese Differenz war abzusichern.
  • Die Tiere erreichten durchschnittliche Tageszunahmen von 1.017 g, der Futteraufwand je kg Zuwachs lag bei 2,68 kg.
  • Die Mastleistungen der beiden Gruppen unterschieden sich in der Mittel- und Endmast signifikant. So erzielten die mit Erbsen gefütterten Tiere in der Mittelmast 60 g höhere Tageszunahmen und benötigten nur 2,41 kg Futter je kg Zuwachs (Kontrollgruppe 2,52 kg).
  • Da auch in der Endmast weniger Futter benötigt wurde, resultierte in der Erbsengruppe mit 2,63 kg ein um 100 g geringerer Futteraufwand/kg Zuwachs in der gesamten Mastperiode.
  • In den Merkmalen der Schlachtkörperbewertung traten keine gesicherten Unterschiede auf.
  • Durch die Verfütterung von Erbsen ließen sich rund 7,3 kg Soja- und 4,5 kg Rapsextraktionsschrot je Mastschwein einsparen.

Schweinemast Buchtentüren: Darauf sollten Sie achten

Zweihandbedienung: Hier muss das Sicherungsblech mit einer Hand gedrückt werden, bevor mit der anderen Hand die Tür am Haltegriff angehoben werden kann. © Sebastian Bönsch
Eine Türvariante mit Sicherungsblech: Der Vorteil ist, dass das Sicherungsblech und der Türgriff mit einer Hand bedient werden können. © Sebastian Bönsch
Die Höhe der komplett geschlossenen Buchtentrennwände liegt bei einem Meter. Der Türgriff sollte in maximal 80 cm Höhe montiert werden. © Sebastian Bönsch
Diese Türvariante geht nach innen auf. © Sebastian Bönsch
Je breiter die Tür, desto schwerer ist es, sie anzuheben, zu öffnen und zu schließen. © Sebastian Bönsch
Bei dieser Verriegelungsvariante muss der Landwirt zuerst das rote Plastikteil ziehen, bevor er das schwarze Kunststoffteil nach oben klappen kann. Danach kann er die Tür öffnen. © Sebastian Bönsch
Wenn die Buchtentrennwände mit einem oder zwei Rohren verbaut werden, können diese als Griff genutzt werden. © Sebastian Bönsch
Aktuell gibt es Türvarianten, bei denen auf der einen Seite die Tür nach außen in Richtung Kontrollgang aufgemacht werden kann und auf der anderen Seite nach innen in die Bucht. Das bringt beim Umtreiben der Schweine große Vorteile. © Sebastian Bönsch
Eine klassische Einhandbedienung: Hier sind Sicherungsblech und Griff in einem Stück kombiniert. Die Tür kann durch eine einfache Handbewegung entsichert, angehoben und geöffnet werden. © Sebastian Bönsch
Bei dieser Tür-Variante kann der Schweinezüchter durch ein Herausziehen des Rundeisens die Tür in eine Richtung oder beidseitig, öffnen und schließen. © Sebastian Bönsch
Viele Türen lassen sich von der Bucht aus schlecht verriegeln. Bei dieser Variante kann das Rundeisen von innen senkrecht eingesteckt werden. Die Tür ist damit komplett geschlossen. © Sebastian Bönsch
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