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EU-Kommission: Schweinepreise erreichen Zehnjahres-Hoch

© Mühlhausen/landpixel
von , am
02.05.2012

Brüssel - Der Prognoseausschuss der EU-Kommission geht für dieses Jahr von deutlich höheren Schlachtschweinepreisen aus. Die Rede ist von acht Cent je Kilo.

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Die Marktexperten aus den Mitgliedstaaten erwarten für 2012 einen durchschnittlichen Schweinepreis für die Handelsklasse E von 1,61 Euro je Kilo Schlachtgewicht, womit das Vorjahresniveau im Schnitt um acht Cent übertroffen würde.
 
Der aktuelle Preisauftrieb ist laut Kommission das Resultat der seit Monaten gut laufenden Drittlandsexporte, des Anstiegs der Futtermittelkosten sowie einer leichten Drosselung der Schweinefleischerzeugung in einer Reihe von Mitgliedstaaten.

Deutschland: Produktion sinkt um knapp drei Prozent

Den Ergebnissen des EU-Prognoseausschusses zufolge ist in wichtigen Produktionsländern wie Dänemark, Frankreich, Italien und den Niederlanden 2012 mit einem Rückgang der Bruttoeigenerzeugung von Schweinen zwischen einem und 1,5 Prozent zu rechnen. Für Polen wurde der Produktionsrückgang auf mehr als fünf Prozent geschätzt, wogegen in Spanien um 3,8 Prozent und in Großbritannien um 1,3 Prozent mehr Schweine als 2011 erzeugt werden sollen. In Österreich ging die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft in ihrer Frühjahrsprognose von einer Bruttoeigenerzeugung von rund fünf Millionen Tieren aus. Dies wäre ein Rückgang um 1,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. 

Hierzulande rechnet die AMI damit, dass die Erzeugung 2012 nur noch bei rund 46 Millionen Schweinen liegen wird; das wären um 2,8 Prozent weniger, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).

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Praxisbeispiel: Landwirtschaft in Lettland

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