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Aus der Wirtschaft

EU: Schweinefleisch-Markt stagniert weiter

© contrastwerkstatt/Fotolia
von , am
26.11.2013

Weltweit erreichte Produktion und Verbrauch von Schweinefleisch 2013 neue Rekordmarken. In der EU ist dagegen die Produktion sowie der Verbrauch leicht zurückgegangen.

Im Vergleich zum Vorjahr waren die Schweinepreise vergangene Woche 2 Cent höher. © contrastwerkstatt/Fotolia
Für die europäische Schweineproduktion erwartet das USDA in diesem Jahr (2013) bei etwa 22,45 Millionen Tonnen (Mio. t.). Im Vergleich zum vorigen Jahr (2012) ist dies ein sehr moderater Produktionsrückgang von weniger als ein Prozent. Für das kommende Jahr (2014) rechnen die USDA-Experten trotz der rückläufigen Futterkosten ebenfalls mit einer stabilen Produktionsmenge von 22,45 Mio. t.
 
 
Die etwas niedrigeren Schlachtzahlen werden durch höhere Schlachtgewichte ausgeglichen. Den Verbrauch schätzt das USDA im laufenden Jahr (2013) auf 20,68 Mio. t. Im Vergleich zu Jahr davor ist dies ein Rückgang von knapp ein Prozent.
 

Verbrauch sinkt, Export steigt

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Für das Jahr 2014 wird wegen der noch immer erheblichen wirtschaftlichen Probleme in Teilen der EU kein Verbrauchsanstieg erwartet. Vielmehr wechseln die Verbraucher stärker zum preiswerteren Geflügelfleisch. Den Export von Schweinefleisch ermittelt das USDA (2013) bei 2,2 Mio. t und damit geringfügig höher als 2012. Eine ähnlich große Ausfuhrmenge erwartet das USDA auch für das nächste Jahr. Der Rückgang der Exporte nach Russland wird dabei durch größere Ausfuhren nach China ausgeglichen.
 

Weltmarkt wächst

Weltweit erwartet das USDA für 2014 einen weiteren Zuwachs in Produktion und Verbrauch. Der Export von Schweinefleisch soll im kommenden Jahr wieder wachsen und in etwa den bisherigen Rekordstand von 2012 erreichen. Seit dem Jahr 2009 ist die globale Handelsmenge von Schweinefleisch damit um 29 Prozent gewachsen und damit deutlich stärker als Produktion und Verbrauch mit knapp 9 Prozent.
 
Dominiert werden die globalen Exportmärkte von den USA und der EU.
Auf beide Akteure entfällt jeweils knapp ein Drittel des Welthandels. Allerdings wächst die US-Ausfuhr auch 2014, während die europäischen Exporte stagnieren. Die größten Importeure sind derzeit Japan vor Russland, Mexiko und China.
 

Marktreport: Trends am Schweinemarkt (17.10.2013)

 
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