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EU-Schweinefleischexport erreicht neuen Rekord

von , am
01.03.2011

Brüssel - Der Schweinefleischexport aus der Europäischen Union hat sich im vergangenen Jahr nach dem Rückgang im Krisenjahr 2009 kräftig erholt.

Schweineschlachtkörper müssen laut EU-Verordnung zur Kontrolle nicht mehr angeschnitten werden. © Sebastian Karkus/pixelio
Wie aus eineraktuellen Übersicht derEuropäischen Kommission hervorgeht, wurde 2010 bezogen auf das Produktgewicht insgesamt die Rekordmenge von fast 2,69 Millionen Tonnen Schweinefleisch einschließlich lebender Tiere und Wurstwaren von der Gemeinschaft in Drittstaaten exportiert; das waren 300.800 Tonnen oder fast 13 Prozent mehr als 2009.
 
Im Vorjahr hatte der EU-Schweinefleischexport vor allem aufgrund einer schwächeren Nachfrage der asiatischen Einfuhrländer um fast 184.600 Tonnen abgenommen. Die Russische Föderation als wichtigster Kunde steigerte ihre Bezüge im Jahr 2010 um gut sechs Prozent auf 809.100 Tonnen.

China dehnt die Importe deutlich aus

Dagegen nahmen die EU-Schweinefleischlieferungen nach Hongkong im Anschluss an den deutlichen Einbruch im Vorjahr nur leicht zu, und zwar um zwei Prozent auf etwa 421.900 Tonnen. Gleichzeitig dehnte allerdings China die Importe wie schon 2009 deutlich aus: Geliefert wurden voriges Jahr in das "Reich der Mitte" 212.000 Tonnen EU-Schweinefleisch; das bedeutete ein Plus von fast 19 Prozent. Um mehr als ein Fünftel auf 223.900 Tonnen dehnte Japan den Einkauf von Schweinefleisch aus der Gemeinschaft aus.

Dynamische Entwicklung in Richtung Südkorea

Die Lieferungen in die Ukraine gingen dagegen weiter zurück, nämlich um sechs Prozent auf 137.900 Tonnen. Wieder über die Marke von 100.000 Tonnen stieg 2010 der EU-Export von Schweinefleisch in Richtung Südkorea. Auffallend war die annähernde Verdreifachung der Liefermengen nach Weißrussland, das im vergangenen Jahr rund 80.300 Tonnen bezog.

Das schwächere Ausfuhrgeschäft in die USA

Sehr moderat fielen im Vergleich dazu die Zuwächse im Ausfuhrgeschäft mit den USA und Australien aus, die 58.600 Tonnen beziehungsweise 50.300 Tonnen Schweinefleisch aus der Gemeinschaft einführten. Die EU selbst drosselte ihre Importe an diesemProdukt um 16 Prozent auf 43.400 Tonnen, wobei die Schweiz entgegen diesem Negativtrend ihre Lieferungen um gut ein Prozent auf 17.500 Tonnen steigern konnte. (AgE)
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