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EU-Schweinefleischexport auf Rekordniveau

von , am
05.08.2011

Brüssel - In den ersten fünf Monaten des Jahres ist der EU-Schweinefleischexport auf Hochtouren gelaufen. Die Zahlen lagen um gut 30 Prozent über denen des Vorjahres.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die EU-Kommission mit einer sinkenden Schweineproduktion gerechnet. Der Trend hat sich bestätigt. © landpixel
Laut aktuellen Angaben der Europäischen Kommission wurden aus der Gemeinschaft im Zeitraum Januar bis Mai 2011 bezogen auf das Produktgewicht insgesamt 1,23 Millionen Tonnen Schweinefleisch nach Drittstaaten geliefert; das waren 197.400 Tonnen oder fast 31 Prozent mehr als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres, meldet Agra-Europe.

Russland als wichtigster Drittlandsmarkt

Wichtigster Drittlandsmarkt für EU Schweinefleisch ist nach wie vor Russland, das seine Bezüge in der Berichtsperiode um acht Prozent auf 341.700 Tonnen steigerte. Nach Hongkong und China wurden aus der EU 200.300 Tonnen sowie 102.900 Tonnen Schweinefleisch verschifft, was einer Zunahme um 15 Prozent beziehungsweise 47 Prozent entsprach. Relativ stark nahm der Export nach Südkorea zu, was mit dem dortigen MKS-Ausbruch und der daraus resultierenden Verknappung des Fleischangebots in diesem Land zusammenhängt.
 
Weitere wichtige Abnehmerländer waren bis Mai
  • die Philippinen,
  • Ukraine,
  • USA,
  • Kroatien,
  • Angola und
  • Australien,
wobei die Ukraine und Australien entgegen dem positiven Gesamttrend ihre Bezüge um gut ein Drittel auf 30.300 Tonnen beziehungsweise ein Fünftel auf 18.600 Tonnen drosselten.
 
2010: EU vermarktet Rekordmenge von 2,69 Millionen Tonnen
 
Im vergangenen Jahr hatte die EU-27 die Rekordmenge von 2,69 Millionen Tonnen Schweinefleisch außerhalb ihrer Grenzen vermarkten können. Gleichzeitig wurden 2010 rund 43.400 Tonnen Schweinefleisch in die Gemeinschaft eingeführt; im jüngsten Berichtszeitraum belief sich der Import auf 15.100 Tonnen, wovon die Hälfte aus der Schweiz kam.
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