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Aus der Wirtschaft

EU-Schweinemarkt: Preise weiter unter Druck

von , am
31.10.2012

Am europäischen Schlachtschweinemarkt setzt sich der Trend von Anfang Oktober fort. In fast allen wichtigen Erzeugerländer geben die Preise für Schlachtschweine nach.

Mit der zusätzlichen Abrechnung nach AutoFOM-MFA hofft die Westfleich auf mehr Schweine in Gelsenkrichen. © Mühlhausen/landpixel
Am europäischen Schweinmarkt standen die Preise in der dritten Oktoberwoche weiter unter Druck. In fast allen Ländern gaben die Erzeugerpreise nach - oder hielten sich gerade auf dem Niveau der Vorwoche. Für Deutschland wurden 1,92 Euro pro Kilogramm SG erzielt. Das sind drei Cent weniger als noch in der Woche zuvor.





Preisabschläge in allen Ländern

Der stärkste Rückgang wurde in Frankreich registriert. Dort sank der Erzeugerpreis um sechs Cent auf 1,78 Euro pro Kilogramm und rutscht damit fast auf das Niveau der Dänen. Dort zeigte sich der Markt weiter stabil, allerdings auf niedrigem Niveau. Der Erzeugerpreis notierte wie in der Vorwoche bei 1,75 Euro pro Kilogramm SG.
Auf ein ähnlich schwaches Niveau fallen die Preise in den Niederlanden. Dort sank der Preis um drei Cent auf 1,75 Euro/kg SG.
Ursächlich für die Schwäche am europäischen Markt ist nach wie vor ein großes Angebot an Schlachtschweinen und eine nicht übermäßige Nachfrage.
Noch keine Markterholung in Sicht
 
Auch in der aktuellen Woche kann sich der deutsche Schweinemarkt nicht erholen. Durch den bevorstehenden Feiertag in den meisten Bundesländern fehlt ein Schachttag, auch wenn vereinzelte Betriebe weiter schlachten wollen. Das könnten zu einem Angebotsstau beziehungsweise zu einem Rückgang der Schlachtzahlen führen.
Für die Schlachtwoche vom 26. Oktober bis 01. November 2012 nennt die VEZG einen weiter rückläufigen Schweinepreis in Höhe von 1,83 /Indexpunkten, das sind nochmals zwei Cent weniger als eine Woche zuvor.
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