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Aus der Wirtschaft

EU-Schweinemarkt: Preise zu Ostern stabil

von , am
10.04.2012

Bonn - Die wichtigen Leitnotierungen für Schlachtschweine in Europa haben am Donnerstag vergangener Woche entsprechend der ausgeglichenen Marktlage stabil tendiert.

Auf der EuroTier 2012 finden täglich interessante Diskussionsrunden rund um das Thema Schweinehaltung statt. © Mühlhausen/landpixel
In Deutschland bestätigte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) den vorwöchigen Notierungsanstieg von drei Cent je Kilogramm Schlachtgewicht und empfahl ihren Mitgliedern einen Abrechnungspreis von 1,68 Euro je Kilogramm, von dem allerdings noch Transport- und Versicherungskosten abzuziehen sind.
 
Das Schweineangebot in Deutschland fällt seit Wochen kleiner als im Vorjahr aus, reicht aber wegen gekürzter Schlachtungen aufgrund der Osterfeiertage und des fehlenden Grillwetters für die gegenwärtige Nachfrage der Schlachtbetriebe aus. In Spanien wurde der nationale Orientierungspreis des Mercolerida bereits Ende März für zwei Wochen auf umgerechnet 1,66 Euro je Kilogramm festgelegt, so dass über Ostern keine Notierungsänderung erfolgte.

Lebhafte Nachfrage nach Fleisch in Europa

In Frankreich hat sich der Schweinepreis nach kräftigen Verlusten von 18 Cent je Kilogramm im Laufe des März anschließend in der Woche vor Ostern auf niedrigem Niveau stabilisiert. Am Marché Porc Breton wurde vergangenen Donnerstag ein Basispreis von 1,34 Euro je Kilogramm notiert, was inklusive gezahlter Zuschläge einem Erzeugerpreis von etwa 1,47 Euro je Kilogramm entsprach. Stabil blieb auch die maßgebliche Schlachtschweinenotierung von Danish Crown. Das dänische Unternehmen berichtete von einer lebhafteren Schweinefleischnachfrage des Einzelhandels in Europa und stellenweise leicht anziehenden Verkaufspreisen für Teilstücke vom Schwein.

Stabile Notierungen in den Niederlanden und Belgien

Weniger optimistisch sahen die Fleischvermarkter in Österreich das Geschäft, da der vorangegangene Schweinepreisanstieg am Fleischmarkt nicht vollständig wieder hereingeholt werden konnte. Die Notierung des Verbandes landwirtschaftlicher Veredlungsproduzenten (VLV) blieb wegen des zurückpendelnden Schweineangebots jedoch unverändert zur Vorwoche bei 1,64 Euro je Kilogramm. Stabile Schlachtschweinepreise sind laut Agrarmarkt-Informations-GmbH (AMI) aufgrund der engen Verbindung zum deutschen Markt auch in den Niederlanden und Belgien zu erwarten.
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