Login
Schwein

EU-Schweinemarkt weist steigende Notierungen auf

von , am
03.02.2010

Berlin/Wien - Der EU-Schlachtschweinemarkt ist in der aktuellen Woche von steigenden Preisen geprägt. Rückläufige EU-Angebot an schlachtreifen Schweinen und die reibungslose Vermarktung sorgen laut ISN für freundliche Aussichten.

© agrarfoto.com

Entgegen den Erwartungen verschiedener Marktbeteiligter blieb die Preisschwäche in Europa im Jänner aus, und in den meisten Ländern werden zum Monatsende beziehungsweise in der ersten Februarwoche sogar steigende Notierungen gemeldet. Nur in Frankreich und Schweden blieben sie auf unverändertem Niveau stehen und die Preise in Großbritannien gaben sogar nach. Dies geht aus dem jüngsten Marktbericht der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hervor.

Die Preisanstiege in Spanien, den Niederlanden, in Dänemark, Belgien, Österreich und Deutschland werden auf das anhaltende Winterwetter und die gute Nachfrage nach Schweinefleisch zurückgeführt. Der geringere Anstieg der Erlöse in Spanien mit Plus zwei Cent wird mit der schlechteren Preisspanne zwischen Schlachthof und Lebensmitteleinzelhandel begründet. Das insgesamt leicht rückläufige EU-Angebot an schlachtreifen Schweinen und die reibungslose Vermarktung sorgen laut ISN für freundliche Aussichten am Schlachtschweinemarkt. Daher wird für die laufende Woche mit mindestens stabilen Preisen gerechnet.

Österreich: Schweineangebot liegt nur bei 85 Prozent 

In Österreich beeinflusst offensichtlich "Väterchen Frost " das Schweineangebot stärker, als es vielen Schlachtbetrieben lieb ist. Was in den vorigen Wochen tendenziell spürbar wurde, wuchs sich zuletzt zu einem unübersehbaren Minus aus. Das aktuelle Angebot liegt laut Erhebungen der Schweinebörse zurzeit nur bei ca. 85 Prozent. Neben dem temperaturbedingt schlechteren Wachstum der Mastschweine wird dabei auch das spekulative Abgabeverhalten der Mäster eine Rolle spielen. Auf der Absatzseite stimulieren anhaltende Schleuderaktionen im Handel den Abfluss der Ware, sodass schlachtreife Tiere sehr gesucht sind.

Deutliches Plus von fünf Cent pro Kilogramm

Vor diesem Hintergrund konnte hierzulande der Preis um fünf Cent erhöht werden. Der Notierungspreis der Schweinebörse liegt somit diese Woche bei 1,27 Euro (Berechnungsbasis 1,17 Euro je Kilogramm). "Die Seitwärts- beziehungsweise Abwärtsphase der Jahrespreiskurve, welche für den Zeitraum August bis Jänner charakteristisch ist, scheint mit dieser Woche ein Ende gefunden zu haben. Im kommenden Halbjahr wird die wünschenswertere Mischung aus seitwärts und aufwärts dominieren. Dies sollte auch die Marschrichtung bis zumindest Mitte Februar sein ", kommentiert Johann Schlederer von der Schweinebörse die Marktaussichten. (aiz)

Auch interessant