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EU-Schweinemarkt zeigt sich vor Ostern stabil

von , am
04.04.2012

Wien/Berlin - Auch wenn zu Ostern eher die Nachfrage nach Eiern steigt, zeigt sich der Schweinemarkt stabil. In Deutschland und anderen EU-Ländern kam es sogar zu Preissteigerungen.

Der VEZG-Preis bleibt mit 1,42 Euro unverändert. © Mühlhausen/landpixel
Weitgehend stabile Verhältnisse prägen den EU-Schweinemarkt in der Karwoche. In Deutschland kamen insbesondere aus dem Nordwesten Meldungen, wonach das Angebot unter den Bestellmengen lag. Andererseits ist der Fleischmarkt mit dem Absatz in Drittstaaten unzufrieden.
 
Auch die französischen Fleischunternehmer haben Absatzprobleme, der Preisrückgang der letzten Wochen schwächte sich bei der letzten Notierung am Donnerstag auf nur mehr 0,3 Cent ab. In Spanien lähmt ein Generalstreik die Wirtschaft im ganzen Land, auch die Fleischwirtschaft ist davon betroffen. Dennoch können diese Woche mehrere EU-Länder Preissteigerungen verzeichnen - beispielsweise plus drei Cent in Deutschland und Dänemark sowie plus zwei Cent in den Niederlanden und in Österreich.

Kein Angebotsstau an den Feiertagen

In Deutschland fallen mit Karfreitag und Ostermontag zwei Schlachttage aus, in den katholischen Ländern wie Österreich ist hingegen der Karfreitag kein Feiertag. Zudem drückt der Ostereierverzehr auf den Fleischkonsum. "Schönes Wetter über die Feiertage wäre daher vorteilhaft für den Fleischmarkt", kommentieren Experten der Österreichischen Schweinebörse die Preisaussichten.
 Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) beurteilt die Marktlage ähnlich, sie erwartet aber aufgrund der lebhaften Nachfrage und der eher knappen Menge keinen Angebotsstau zu Ostern und somit stabile Erlöse. Ostern ist erfahrungsgemäß nicht die Zeit steigender Schweinepreise.

Lesen Sie zu diesem Thema auch die Schlachtschweinenotierungen der Europäischen Kommission ...
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