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Schwein

EU-Schweinepreise: Marktlage sehr stabil

von , am
20.10.2010

Der europäische Schlachtschweinemarkt ist in der aktuellen Schlachtwoche von einer ausgesprochen guten Nachfrage geprägt. Daher bewegen sich die Preise flächendeckend und mit wenigen Ausnahmen seitwärts.

© agrarfoto.com

Preisbestimmend in Europa sind die unveränderten Notierungen im "Bermuda-Dreieck" Deutschland, Niederlande und Dänemark. Nur in Süd- und Osteuropa tendieren die Preise weiterhin zur Schwäche.

Dadurch wird der Preisabstand der TOP 5 der schweinereichsten Mitgliedsländer weiter geringer. In KW 35 lag der Unterschied zwischen dem korrigierten Spitzenwert in Spanien und dem niedrigsten Wert in den Niederlanden noch bei beachtlichen 25 Cent. Mittlerweile sind es lediglich neun Cent, was vor allem auf den saisonalen Preisverfall Spaniens zurück zu führen ist.

Importmärkte: Südkorea und Australien

Der weltweite Importbedarf an Schweinefleisch soll im Jahr 2011 nach einer Prognose des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) leicht steigen, namentlich Südkorea und Australien versprächen diese Möglichkeit. Das sind gute Aussichten für die EU als ernstzunehmenden Konkurrenten für die Mitbewerber USA, Kanada und Brasilien.

USDA-Schätzung: Schweinefleischexporte sinken um fast zehn Prozent

Die EU-Schweinefleischexporte sollen hingegen im Jahr 2011 nach USDA-Schätzung aufgrund hoher Produktionskosten um fast zehn Prozent zurückgehen. Diese Zahl scheint sehr hoch gegriffen, denn zum einen dürfte der Eigenbedarf in der EU in 2011 etwa konstant bleiben. Zum anderen ist trotz angespannter wirtschaftlicher Situation sogar von einer Steigerung der Schweineproduktion in Höhe von etwa zwei Prozent die Rede.

Tendenz für den deutschen Markt: In der nächsten Woche ist davon auszugehen, dass sich der Preis für Schlachtschweine weiter stabilisiert. Gegen höhere Preise spricht zurzeit das umfangreiche Lebendangebot. (isn)

  • Märkte und Preise
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