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EU-Schweinepreise stabilisieren sich auf erhöhtem Niveau

von , am
16.11.2011

Berlin - Nach den Preissteigerungen der vergangenen Wochen scheinen sich die Schlachtschweinepreise in den meisten Ländern auf diesem erhöhten Niveau zu stabilisieren.

© Mühlhausen/landpixel
Anhaltend feste Verhältnisse herrschen derzeit am EU-Schweinemarkt.  Quer durch die EU tendieren die Notierungen seitwärts, mit Ausnahme von Frankreich. Die Schweinebörse in Plerin legte nämlich noch einmal fünf Cent zu und erreichte damit ein Rekordpreisniveau, welches um diese Jahreszeit in Frankreich, zumindest in den letzten zehn Jahren, nicht verzeichnet wurde.
 
Die übrigen Länder berichten, dass die letzten Preiserhöhungen nun doch einen Warenstrom-bremsenden Effekt auf den Heimmärkten sowie im Export zeigen. "Erfahrungsgemäß ist in den kommenden Wochen mit einem hohen Angebot zu rechnen. Nachdem aber EU-weit der Lagerbestand bei Schweinefleisch als äußerst gering eingeschätzt wird und auch im Export trotz gestiegener Preise mit florierenden Geschäften kalkuliert wird, kann auch weiterhin von Stabilität ausgegangen werden", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die Marktaussichten zusammen.

Schweineschlachtungen so hoch wie nie

Im dritten Quartal 2011 wurden in Deutschland 15,2 Millionen Schweine gewerblich geschlachtet, das waren 3,5 Prozent oder 521.000 Tiere mehr als im Vorjahresquartal. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurde damit die bisher höchste Zahl an Schweineschlachtungen aus dem vierten Quartal 2010 (knapp 15,1 Millionen Stück) übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen im dritten Quartal 2011 die Schlachtungen von Schweinen inländischer Herkunft um 4,5 Prozent, während jene von importierten Tieren um 5,7 Prozent zurückgingen. Die erzeugte Schweinefleischmenge erhöhte sich insgesamt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent auf 1,42 Millionen Tonnen, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).
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