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Aus der Wirtschaft

EU-Schweineproduktion für 2013 leicht nach oben korrigiert

von , am
29.03.2013

Der Prognoseausschuss der EU-Kommission hat die Aussicht für die EU-Schweineproduktion berichtigt und dabei den erwarteten Rückgang der Erzeugung im laufenden Jahr etwas abgeschwächt.

© Mühlhausen/landpixel
Den aktuellen Daten zufolge sollen 2013 in der Gemeinschaft rund 247,9 Millionen Schweine produziert werden, das wären fast 8,1 Millionen Tiere oder 3,1 Prozent weniger als 2012. Anfang März war die Kommission auf Grundlage der aus den Mitgliedsländern übermittelten Meldungen noch davon ausgegangen, dass EU-weit knapp 8,6 Millionen oder 3,4 Prozent weniger Schweine erzeugt würden. Dies berichtet die ISN unter Berufung einer Agra Europe-Meldung.


Die erste Schätzung basierte auf fehlerhaften Daten des wichtigsten EU-Schweinefleischerzeugers Deutschland, wo ein Schrumpfen der Schweineproduktion im zweiten Halbjahr 2013 von mehr als sieben Prozent ausgewiesen worden war. Nach Hinweisen der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) und des Thünen-Instituts sowie einer offiziellen Mitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wurde dies in der vergangenen Woche von der Kommission korrigiert.

Produktionsrückgang in Deutschland im zweiten Halbjahr

Die Bruttoeigenerzeugung der deutschen Schweinehalter wird nun auf 45,2 Millionen Tiere veranschlagt, das wären rund 1,3 Millionen oder 2,8 Prozent weniger als 2012. Nach Einschätzung des Thünen-Instituts und der AMI wird der Produktionsrückgang mit einem Minus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum vor allem im zweiten Halbjahr 2013 erfolgen.
 
Für das erste Quartal des laufenden Jahres wurde dagegen noch ein leichtes Plus von 0,8 Prozent berechnet, im zweiten Quartal soll die Eigenerzeugung dann um 2,4 Prozent kleiner als im Vorjahresquartal ausfallen. Mit dem für 2013 prognostizierten Umfang von gut 45 Millionen Schweinen würde die deutsche Eigenerzeugung, ohne Berücksichtigung der Importferkel aus den Niederlanden und Dänemark, das zweite Mal in Folge sinken und etwa auf das Niveau des Jahres 2009 zurückpendeln.
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