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Aus der Wirtschaft

Europäischer Schweinemarkt: Exporte entlasten den Binnenmarkt

von , am
06.12.2011

In der EU haben die guten Exportmöglichkeiten die Schweinepreise zuletzt maßgeblich gestützt, denn am Binnenmarkt ist das Angebot groß.

© drx/fotolia.de
Nach den Hochrechnungen der EU-Kommission (Stand Oktober) werden in der EU in diesem Jahr 254,7 Millionen Schweine geschlachtet. Das wären rund 1,9 Prozent bzw. 4,7 Millionen Tiere mehr als im letzten Jahr (249,95 Millionen Tiere) und sogar fast fünf Prozent mehr als im Krisenjahr 2008.
 
Für Deutschland rechnete die Kommission 2011 mit einer Zunahme der Schlachtungen (einschließlich der Importe) um 2,2 Prozent auf 59,4 Millionen Schweine. Das wäre ein neuer Rekord. Die Bruttoinlandserzeugung Deutschlands liegt mit 47,2 Millionen Tieren ebenfalls auf einem Rekordniveau. Angesichts dieses Produktionszuwachses und eher stagnierender Verbrauchsmengen, ist der jüngste Preisanstieg vor allem mit der Belebung der Exportnachfrage zu erklären.

Deutschland ist größter Exporteur der EU

Europäische Schweinefleischexporte nach Zielländern.
Die deutschen Ausfuhren (in Produktgewicht) in Drittländer, übertrafen im Zeitraum von Januar bis September, mit 572.000 Tonnen die Vorjahresmenge um fast 17 Prozent. Damit ist Deutschland noch vor Dänemark (476.000 Tonnen), Spanien (224.000 Tonnen), den Niederlanden (212.000 Tonnen) und Frankreich (194.000 Tonnen) der größte Exporteur der EU.
 
Insgesamt konnten die EU-Länder in den ersten neun Monaten dieses Jahres rund 2,37 Millionen Tonnen und damit rund 22 Prozent mehr Schweinefleisch in Drittländer verkaufen. Die größten Abnehmer waren zwar Russland (640.000 Tonnen) und Honkong (404.000), den stärksten Zuwachs verzeichneten jedoch die Exporte nach China (268.000 Tonnen) und Südkorea (154.000 Tonnen) mit 95 Prozent bzw. 112 Prozent.
 
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