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Europäischer Schweinemarkt: Großes Angebot und hohe Kosten

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von , am
27.10.2011

Die Schweinehalter in Deutschland und Europa stehen mit dem Rücken zur Wand. Hohe Futter- und Energiekosten dürcken auf die Margen, das Exportwachstum reicht nicht für steigende Preise aus.

© Mühlhausen/landpixel
Ein deutlich gewachsenes Angebot begrenzt in den wichtigsten europäischen Erzeugerländern das Preis- und Erlöspotential. Zwar konnten auch die Europäer von der sehr guten Nachfrage am Weltmarkt profitieren und ihre Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent steigern. Jedoch reicht das Exportwachstum nicht aus, um die Preise am Binnenmarkt weiter nach oben zu ziehen, denn die Produktion hat 2011 noch stärker zugenommen als erwartet.

Ferkelpreise auf sehr niedrigem Niveau

Eine Ursache dieses zusätzlichen Angebotszuwachses ist das ökonomisch bedingte Ausscheiden von Schweinehaltern aus der Produktion. Stärker noch als die Mast ist von diesem Prozess die Ferkelerzeugung betroffen, denn die sich im Jahresverlauf abschwächende Nachfrage der Mäster hält die Ferkelpreise trotz hoher Futterkosten auf sehr niedrigem Niveau. Das Ergebnis war ein regelrechter Einbruch in der Sauenbelegung. Gleichzeitig wurden die Zuchtschweinebestände in vielen Ländern (auch in Deutschland)reduziert.
 
Die EU-Kommission rechnet wegen dieser Entwicklung ab dem 2. Quartal 2012 mit einem Rückgang der EU-Produktion.
 
Eine ausführliche Analyse zum europäischen Schweinemarkt ist in der aktuellen Ausgabe der Neuen Landwirtschaft, Heft 11/2011 zu finden.
 
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