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Schweinemarkt

Exportchancen: China erzeugt 2017 weniger Schweine

Schweinehälften im Schlachthof
Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
03.04.2017

Die chinesischen Schweinebestände werden in diesem Jahr sinken, so die Prognosen. Damit bleibt China voraussichtlich guter Kunde für den Schweinefleischexport.

Die Zeichen stehen gut, dass China weiterhin treibende Kraft beim Schweinefleischexport der EU bleibt. Denn auch in China nimmt die Umweltpolitik größeren Raum ein und die Umweltvorgaben steigen. Deren Umsetzung soll den chinesischen Sauenbestand und damit auch die Erzeugung von Schweinefleisch im laufenden Jahr weiter verkleinern, berichtet MBI Marktreport Fleisch & Milch und beruft sich dabei auf den Auslandsdienst des US-Agrarministeriums.

So soll der Anfangsbestand an Sauen in 2017 um 12 Prozent auf 38 Mio. Tiere sinken. Daraus resultierend würde die chinesische Schweinefleischerzeugung auf 51 Mio. t sinken. Weil auch die derzeit auf hohem Niveau laufenden Schweinefleischimporte ins Land der Mitte den Rückgang nicht auffangen könnten, werde der Preis in China steigen und der Schweinefleischverbrauch um 2,6 Mio. t auf 52 Mio. t sinken.

Mehr Umweltschutz

Um den Umweltschutz zu erhöhen, versucht die chinesische Regierung, die Schweineproduktion weiter entfernt von Wasserwegen und dicht besiedelten Gebieten zu verlagern, berichtet die ISN. Aufgrund der dann neuen Nähe zu den großen Getreidegebieten würden auch die Futterkosten sinken.

Außerdem sollen die kleinen und mittleren Betriebe größere Einheiten bilden, um über das für Umweltmaßnahmen erforderliche Kapital zu verfügen. Schweinebestände, die innerhalb von dicht besiedelten Regionen, so genannten District Control Areas (DCA) liegen, müssen verlegt oder geschlachtet werden. Dadurch sei der Schweinebestand bereits um 3,6 Mio. Tiere zurückgegangen.

Ratgeber: 10 Tipps zum Schweineimpfen

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