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Schwein

Exporterstattungen für Schweinefleisch bleiben ausgesetzt

von , am
24.11.2009

Damme/Brüssel - In der aktuellen Schlachtwoche werden derzeit europaweit Rekordmengen an Schweinen geschlachtet. Die Exporterstattungen für Schweinefleisch bleiben nach den Beschlüssen der EU-Agrarminister weiterhin ausgesetzt.

© agrarfoto.com

EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel lehnte bei der Sitzung des EU-Agrarrats am vergangenen Freitag eine zum wiederholten Mal von Frankreich und Belgien vorgebrachte Forderung ab. Darin werden die zuletzt wieder fallenden Notierungen beklagt, die es den Erzeugern unmöglich machen, die Verluste aus dem Krisenjahr 2007/2008 zu kompensieren. Der Vorstoß soll von neun EU-Mitgliedstaaten unterstützt worden sein, von Großbritannien und Malta wurde er ausdrücklich abgelehnt, wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mitteilt.

Die EU-Agrarkommissarin räumte ein, dass die Situation auf dem Schweinefleischmarkt im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise noch immer nicht stabil sei. Die Fleischpreise lägen unter dem Niveau des Vorjahres. Allerdings seien auch die Preise für Futtermittel gefallen, und zwar sehr deutlich. Deshalb bewegten sich die Marktspannen um das langjährige Mittel. Wenn die EU-Kommission in der Vergangenheit Exporterstattungen gewährt habe, seien die Margen wesentlich geringer gewesen

Stabile Verhältnisse in der aktuellen Schlachtwoche

{BILD:112122:jpg}Der Schlachtschweinemarkt in Europa zeigt sich in der aktuellen Schlachtwoche mit stabilen Verhältnissen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen blieben die Notierungen unverändert, teilt die ISN mit. Spanien und Dänemark setzen mit einem Plus von je drei Cent positive Akzente und bestätigen damit das zurzeit gute Fundament des Preisniveaus. Europaweit werden derzeit Rekordmengen an Schweinen geschlachtet. Das vergleichsweise niedrige Preisniveau erlaubt jedoch einen problemlosen Absatz auf dem EU-Binnenmarkt und in Drittstaaten.

In Schweden blieb die Notierung zwar unverändert, aufgrund von Wechselkursänderungen ging der korrigierte Preis jedoch als einziger nationaler Schweinepreis leicht zurück. Neuer Spitzenreiter bei den EU-Preisen ist Spanien, das sich mit dem Preisanstieg knapp vor den bisherigen Erstplatzierten Großbritannien setzen konnte. Tendenziell werden auch für die nächsten Tage europaweit weiterhin umfangreiche Stückzahlen an schlachtreifen Schweinen erwartet. Angesichts des regen Kaufinteresses von Seiten der Schlachtbetriebe zeigen sich Angebot und Nachfrage jedoch in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander, so dass für die kommende Schlachtwoche mit mindestens stabilen Erzeugerpreisen gerechnet wird. (isn)

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