Login
Mast

Ferkelerzeuger wollen expandieren

von , am
31.10.2013

Viersen - Knapp 21 Prozent der Betriebe mit mehr als 500 Ferkeln hegen Ausbaupläne. Das geht aus einer aktuellen Befragung hervor. Zugenommen hat aber auch die Zahl der aufgabewilligen Unternehmen.

Ferkelaufzucht: Manche Sauenhalter verhelfen den Schwächsten zu einem Vorteil, indem sie die größeren Ferkel separieren. © Mühlhausen/landpixel
Rund ein Fünftel der deutschen Schweine- und Geflügelhalter will den eigenen Veredlungsbetrieb weiter ausbauen. Dies geht aus einer aktuellen bundesweiten Befragung von insgesamt 4.500 Schweine- und Geflügelbetrieben mit mehr als 500 Mastschweinen, 100 Muttersauen, 500 Ferkeln, 10.000 Legehennen oder 15.000 Masthähnchen hervor. Das Marktforschungsunternehmen AgriDirect Deutschland hatte die Befragung im August und September durchgeführt.
 
Von den befragten Viehhaltern gaben 18,3 Prozent (%) an, ihre betrieblichen Kapazitäten ausbauen zu wollen; im Vorjahr lag dieser Prozentsatz nur bei zwölf Prozent.

Investitionsbereitschaft steigt

Am stärksten verbreitet war der Expansionswille bei Betrieben mit mehr als 500 Ferkeln, von denen zuletzt 20,7 % Ausbaupläne hegten. Zuwächse bei der Investitionsbereitschaft waren auch bei den Sauen- und Mastschweinebetrieben zu beobachten. Im vergangenen Jahr war der Expansionswille noch bei den Geflügelbetrieben mit mehr als 15.000 Masthähnchen mit einem Anteil von rund 17 % am stärksten ausgeprägt. 

Knapp drei Prozent wollen aufhören

Zugenommen hat aber auch der Prozentsatz der aufgabewilligen Unternehmen. Im Jahr 2012 wollten laut AgriDirect nur 0,9 % der Schweine- und Geflügelhalter ihre Betriebstätigkeit einstellen; in diesem Jahr hat sich dieser Anteil auf 2,6 % erhöht. Die prozentual häufigsten Stilllegungspläne gab es dabei im Schweinesektor, bei den Geflügelbetrieben waren es dagegen nur 1,2 %.

Marktreport: Trends am Schweinemarkt

Auch interessant