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Ferkelkastration: Bundesamt erteilt Zulassung für Isofluran

Ferkel in Narkosegerät
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Anke Fritz, agrarheute
am
23.11.2018

Das zuständige Bundesamt hat das Inhalationsnarkotikum Isofluran für die Durchführung einer wirksamen Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration zugelassen. Die notwendige Verordnung will Klöckner zeitnah vorlegen.

Das für die Zulassung von Tierarzneimitteln zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat mit Bescheid vom 19. November 2018 eine Zulassung für das Tierarzneimittel „Isofluran Baxter vet 1000 mg/g“ zur Inhalationsnarkose für Hunde, Katzen, Pferde und Schweine (Ferkel) erteilt.

Damit stehe erstmals in der EU ein zugelassenes Inhalationsnarkotikum für die Durchführung einer wirksamen Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration zur Verfügung, erklärt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einer Pressemitteilung. Dadurch stehe künftig ein neues, praxisgerechtes Verfahren zu Verfügung, das die Fortführung der chirurgischen Ferkelkastration unter tierschutzgerechten Bedingungen ermöglicht.

 

Klöckner will zeitnah die nötige Verordnung vorlegen

„Für die Durchführung einer wirksamen Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration steht nun erstmals in der EU ein zugelassenes Inhalationsnarkotikum  zur Verfügung!“, erklärt die Bundeslandwirtschaftsministern weiter. Sie begrüße die Entscheidung ihres Bundesamtes und kündigt eine Verordnung an, um das Tierwohl und Landwirte zu unterstützen.
 
Die Zulassung von Isofluran als Tierarzneimittel sei laut Klöckner ein wichtiger Schritt, um der gesetzlichen Anforderung der Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration nachkommen zu können. "Nun steht eine Option zur Verfügung, für deren Anwendung ich zeitnah die notwendige Verordnung vorlegen werde. Mit der wird es dann auch praktisch für die Landwirte mit nachgewiesener Sachkunde möglich sein, das Mittel anzuwenden.“
 

Mit Material von BMEL
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