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Tierwohl

Ferkelkastration: Heidl kritisiert Ablehnung der Fristverlängerung

Ferkel in einer Abferkelbucht
am Dienstag, 04.09.2018 - 09:32 (Jetzt kommentieren)

Für den bayerischen Bauernpräsident Walter Heidl ist die Ablehnung einer Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration im Agrarausschuss des Bundesrats ein herber Rückschlag für den praktikablen Tierschutz.

Wie wir bereits gestern hier berichtet haben, konnte im Agrarausschuss des Bundesrats keine Mehrheit für Anträge gefunden werden, die eine Verlängerung der Frist der betäubungslosen chirurgischen Kastration männlicher Ferkel vorsahen.
 

Heidl: „Herber Rückschlag für den praktikablen Tierschutz

„Statt einen tierschutzgerechten und praktikablen Weg zu ermöglichen und Strukturbrüche in der deutschen Sauenhaltung zu vermeiden, hat damit aktuell eine Mehrheit der Bundesländer im Agrarausschuss des Bundesrates der Ideologie absoluten Vorrang gegeben", erklärt der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl.

„Die Entscheidung ist ein herber Rückschlag für praktikablen Tierschutz in Deutschland. Hier wurde nicht nur ein Antrag auf Fristverlängerung abgelehnt, sondern die Zukunft der Kastration unter örtlicher Betäubung durch den Landwirt. Ich verstehe nicht, warum eine Methode, die in anderen Ländern der EU erlaubt ist, in Deutschland keine Chance bekommt. Denn die Ferkel aus diesen Ländern werden ja an deutsche Schweinehalter vermarktet", betont Walter Heidl.

Bundeslandwirtschaftsministerin ist jetzt gefordert

Der Bayerische Bauernverband fordert die Bundesländer auf, vor der anstehenden Sitzung des Bundesrates am 21. September einen Plenarantrag auf den Weg zu bringen, der letzlich ein zeitnahes Verfahren mit praktikablem Tierschutz vorsieht. Gleichzeitig ist die Bundeslandwirtschaftsministerin gefordert, alles Notwendige zu tun, um den Strukturbruch bei deutschen Ferkelerzeugern zu verhindern. „Es dürfen nicht noch mehr Ferkel aus Dänemark oder den Niederlanden mehrere hundert Kilometer durch Deutschland transportiert werden, weil unsere heimische Ferkelerzeugung aus ideologischen Gründen zerstört wurde“, betont Heidl.

Mit Material von Bayerischer Bauernverband

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