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Ferkelpreise auf tiefstem Stand seit über drei Jahren

© landpixel
von , am
11.10.2014

Die Ferkelpreise sind auf den tiefsten Stand seit dreieinhalb Jahren gefallen. Mit den Schweinepreisen ging es diese Woche nicht weiter bergab. Ziehen die Ferkel nach, wäre das ein Hoffnugnsschimmer.

In den Vereinigten Staaten sind seit vergangenem Jahr durch den PED-Virus 7 Millionen Ferkel verendet. © Mühlhausen/landpixel
Die Ferkelpreise sind im Oktober weiter gefallen. In der zweiten Oktoberwoche befanden sich die Notierungen auf dem tiefsten Stand seit Januar 2011 - also seit dreieinhalb Jahren.
 
Ursache für den Preisverfall bei Ferkeln ist der scharfe Rückgang der Schweinepreise auf den tiefsten Stand seit Februar 2011.
 
In der zweiten Oktoberwoche ist der Preisrückgang am Schweinemarkt jedoch erst einmal zum Stillstand gekommen. Das könnte auch bei Ferkeln zu einer allmählichen Stabilisierung der Preise führen.

Wenig Aussichten auf eine Preiserholung

Die Aussichten auf eine Preiserholung sind jedoch erst einmal gering und nicht ohne einen deutlichen Anstieg der Schweinepreise zu erwarten. Und danach sieht es wegen des großen Schweineangebotes erst einmal nicht aus.
 
Zudem drängen aus dem benachbarten Ausland (Niederlande) sehr preiswerte Ferkel auf den deutschen Markt und halten die Preise mit unten, denn auch dort sind Ferkelpreise drastisch abgestützt. Am europäischen Terminmarkt (Eurex) erwartet man zumindest im Oktober keine Erholung der Ferkelpreise mehr.

Ferkel kosten nur noch knapp über 30 Euro

In der aktuellen Woche bis zum 5. Oktober sind die Ferkelpreise bei der Nord-West-Notierung für 25-Kilo-Ferkel (200er Partien) auf 35 Euro/Tier gefallen. In der aktuellen Woche bis 12. Oktober geht man von einem weiteren Preisrückgang von bis zur drei Euro aus.
 
Bei der Ferkelnotierung in Hohenlohe kosteten die 25-Ferkel in der letzten Woche nur noch 34,10 Euro. Dennoch geht man auch dort für die laufende Woche von einem weiteren Rückgang der Ferkelpreise von zwei Euro bis auf 32 Euro aus. Damit halten sich die Ferkelpreise nur noch knapp über der Marke von 30 Euro.
 
Am Terminmarkt in Frankfurt liegt der Kontraktpreis für den Oktober nur noch bei 32,50 Euro. Der Novembertermin wird hingegen derzeit mit 38 Euro gehandelt und der Dezember bereits wieder mit 45 Euro.
 
Noch stärker ist der Preissturz in den Niederlanden ausgefallen: Dort ist der Ferkelpreis um über 50 Prozent zurückgegangen.
 

Schweinemast: 10 Tipps für mehr Tierwohl im Stall

Tipp 1: Großgruppen bieten folgende Vorteile: Der Platz pro Tier ist derselbe wie in Kleingruppen, aber jedes einzelne Schwein hat mehr Raum zur Verfügung, um sich frei zu bewegen. © Hungerkamp
Tipp 2: Ein automatisches Filterverfahren kann helfen, die Luft im Stall frisch zu halten. Lüftungsklappen sorgen für frische Luft und ein optimales Stallklima. © Hungerkamp
Tipp 3: Für einen komfortablen Boden sind Kunststoff-Elemente, die eine hygienische Oberfläche besitzen eine Lösung. Sie sollen robust und leicht zu reinigen sein. © Hungerkamp
Tipp 4: Kleine Mengen an Sonnenblumenkernhülsenkönnen als Einstreu verwendet werden. Die Mastschweine spielen, suhlen und liegen in der Einstreu. © Hungerkamp
Tipp 5: Je nach Lebendgewicht trinken die Mastschweine täglich 3 bis 10 Liter Wasser. Um die Zufuhr sicher zu gewährleisten, sollen genügend Tränken im Stall verteilt sein. © Hungerkamp
Tipp 6: Schweine sind neugierige Tiere und beschäftigen sich gerne. Zur Beschäftigung können bewegliche und veränderbare Materialien im Stall aufgehängt werden. © Hungerkamp
Tipp 7: Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit bietet das Raufutter - am besten Heu. Zirka 90 Prozent davon wird von den Schweinen aufgefressen. © Hungerkamp
Tipp 8: Eine Schweinedusche im Stall kann zum Abkühlen oder einfach zum Spielen dienen. Die Schweine lassen sich gerne besprühen. © Hungerkamp
Tipp 9: Ein einfacher Holzstamm kann den Schweinen als Scheuerbalken dienen. Die Schweine nagen sehr gerne am Holz, vor allem,wenn noch Rinde vorhanden ist. © Hungerkamp
Tipp 10: Eine Bade- und Suhlmöglichkeit im Stall weckt und befriedigt die neugier der Schweine. Die Schweine baden, spielen und suhlen sich sehr gerne in einer Wanne. © Hungerkamp
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