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Fleischkonsum: Negativtrend wird sich umkehren

von , am
21.01.2014

Brüssel - Der Fleischverbrauch in der EU ist 2013 auf das niedrigste Niveau seit elf Jahren gefallen. Die EU-Kommission geht davon aus, dass sich dieser Negativtrend umkehrt.

Das bevorstehende Pfingstfest sorgt für eine rege verlaufende Nachfrage nach Schweinefleisch. © Noname/pixelio.de
Mit durchschnittlich 64,7 Kilogramm (kg) je Kopf ist der Fleischverbrauch in der EU 2013 laut EU-Kommission so niedrig wie seit elf Jahren nicht mehr. In einer aktuellen Prognose kommen die Experten allerdings zu dem Schluss, dass sich dieser Negativtrend in den nächsten zehn Jahren umkehren wird. Demnach wird jeder EU-Bürger im Jahr 2023 im Schnitt 1,4 kg mehr Fleisch nachfragen. Darauf macht die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) aufmerksam.

Mehrverbrauch an Geflügel und Schwein

Von der gesteigerten Nachfrage dürften laut Darstellung nicht alle Fleischerzeuger profitieren. Der Mehrverbrauch wird hauptsächlich für Geflügel- und Schweinefleisch angenommen. Der innergemeinschaftliche Verbrauch von Schweinefleisch, der 2013 mit durchschnittlich 30,9 kg pro Kopf einen Tiefpunkt erreichte, soll bis 2023 wieder auf 31,8 kg pro Kopf ansteigen.

Erzeugung steigt um 5,2 Prozent

Die Schweinefleischerzeugung in der EU hat nach Angaben der EU-Kommission zwischen 2011 und 2013 um insgesamt 3,4 Prozent (%) abgenommen. Gründe sind die gestiegenen Futterkosten, fehlende Margen für die Produzenten und verschärfte Haltungsbedingungen.
 
Bis 2023 könnte die Erzeugung wieder um 5,2 % ansteigen. Das Wachstum wird jedoch schwächer ausfallen, da laut Kommission Umweltauflagen und gesellschaftliche Ansprüche an die Tierhaltung in mehreren EU-Staaten eine dynamischere Entwicklung verhindern, teilt die ISN mit.
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