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Fleischverzehr in BRD ist 2010 leicht gestiegen

© landpixel
von , am
07.05.2011

Bonn - Der Fleischverzehr in Deutschland ist im zurückliegenden Jahr leicht von 60,5 kg auf durchschnittlich 60,7 kg pro Kopf gestiegen. Dabei entfiel der größte Anteil der Verzehrmenge mit 39,2 kg (2009: 39,0 kg) auf Schweinefleisch.

Niederländische Schweinemäster können bei Vion aus mehreren Liefer- und Preismodellen auswählen. © Mühlhausen/landpixel
Dies teilte der Verband der Fleischwirtschaft e.V. (VDF) und der Bundesverband der deutschen Fleischwarenindustrie e.V. (BVDF) am Donnerstag in Bonn mit. Mit 11,3 kg pro Kopf und Jahr legte der Verzehr von Geflügelfleisch leicht gegenüber dem Vorjahreswert zu (11,0 kg). Der Rindfleischverzehr blieb mit 8,5 kg gegenüber 2009 auf gleich er Höhe. Übrige Fleischarten haben im Vergleich nahezu keine Marktbedeutung, berichtet Dow Jones News.

Handelsvolumen bei Schweinefleisch wurde ausgeweitet

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr 58,4 Millionen Schweine in Deutschland geschlachtet, das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Produktionsmenge der importierten Schweine wurde auf 5,4 Millionen Tonnen erhöht und verzeichnete einen Anstieg um 3,8 Prozent zum vergangenen Jahr. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes betrug das Exportvolumen bei Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen 2,52 Millionen Tonnen Produktgewicht. Das entspricht einem Plus von vier Prozent gegenüber 2009. Allein nach Russland stieg die Ausfuhrmenge um fast 20 Prozent. Die Lieferungen in andere EU-Mitgliedsländer blieben mit 1,8 Millionen Tonnen weiterhin auf hohem Niveau, ihr Anteil an den gesamten Schweinefleischexporten ging jedoch auf 75 Prozent zurück.

USA schöpft höheres Einfuhrkontingent aus

Die Zahl der Rinderschlachtungen blieb 2010 mit 3,79 Millionen Tieren stabil. Durch deutlich gestiegene Schlachtgewichte lag die Nettoerzeugung von 1,2 Millionen Tonnen leicht (0,8 Prozent) über der Menge des vorangegangenen Jahres. Hierzu trugen die Marktöffnung der Türkei und die gestiegene Nachfrage aus Russland entscheidend bei.
 
In den EU-Mitgliedstaaten wurden dagegen etwa fünf Prozent weniger abgesetzt als ein Jahr zuvor. Die Einfuhr von Rind- und Kalbfleisch ging im Jahr 2010 um sieben Prozent gegenüber den vergleichbaren Vorjahreswerten auf 303.000 Tonen zurück. Der größte Anstieg ging auf das Konto der USA, die von einem neu eingerichteten Einfuhrkontingent profitierten und deren Liefermenge nach Deutschland von gut 500 Tonnen auf 3.200 Tonnen wuchs.
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