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Zucht

Forscher identifizieren Genetik von MRSA-Risikotieren

von , am
12.01.2015

Es gibt bei Mastschweinen Genetiken, die anfälliger für die Infektion mit multiresistenten Bakterien (MRSA) sind. Mittels eines Tests sollen nun die Risikotiere identifiziert werden und für die Zuchtgenetik ausselektiert werden.

© Mühlhausen/landpixel
Ein kleiner Teil von Mastschweinen scheint für die Infektion mit dem methicillin-resistenten Bakterium Staphylococcus aureus (MRSA) genetisch besonders anfällig zu sein und stellt daher ein größeres Risiko für die Verbreitung des Erregers in den Herden dar. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Kopenhagen im Rahmen einer Studie gekommen, bei der 20 Herden mit insgesamt 480 Tieren auf das Vorhandensein und die Ausbreitung von MRSA untersucht wurden.

Test soll Risikotiere identifizieren

Ein neuer Test soll laut Wissenschaftler zur schnellen Identifizierung dieser Risikotiere entwickelt werden, auf dessen Basis "MRSA-Superträger" aus den Herden selektiert oder weniger anfällige Mastschweine gezüchtet werden könnten. Unterdessen haben die dänischen Schweinehalter zum Jahreswechsel gemeinsam mit dem Kopenhagener Landwirtschaftsministerium ein Drei-Stufen-Programm zur Eindämmung und Bekämpfung von MRSA auf den Weg gebracht. Laut Agrarressort sieht der Plan unter anderem eine weitere Reduzierung des allgemeinen Antibiotikaverbrauchs in der Tierhaltung sowie die schrittweise Abschaffung des Breitbandantibiotikums Tetracyclin vor.
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