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Fortschritte bei der betäubungslosen Ferkelkastration

von , am
27.06.2013

Berlin - Rund 200 Experten haben sich in Berlin über den aktuellen Stand bei der betäubungslosen Ferkelkastration ausgetauscht. Das Fazit: Man sei auf einem guten Weg.

MRSA: Produziert die Nutztierhaltung krankmachende Keime? © agrar-press
Mit konzentrierter Forschungsarbeit in der Wissenschaft und vielfältigen praktischen Erfahrungen in der Schweinehaltung, konnten in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht werden, um männlichen Ferkeln den Kastrationsschmerz zu ersparen. Die Branche ist auf diesem Weg seit der Düsseldorfer Erklärung 2008 deutlich vorangekommen.
 
Dieses Fazit zogen rund 200 Vertreter aus Forschung, Politik und Praxis auf der Fachtagung "Verzicht auf die betäubungslose Ferkelkastration".

Jungebermast in der Praxis angekommen

Die Mast von Jungebern ist heute durchaus in der Praxis angekommen. Das hätten Berichte von Praktikern und Wissenschaftlern gleichermaßen gezeigt, berichtet die QS, die die Fachtagung mit organisiert hat. Vertreter der Landwirtschaft legten außerdem dar, dass immer mehr Landwirte bereit sind, in die Jungebermast einzusteigen, wenn der Umstieg gut vorbereitet wird.
Die Experten der Konferenz waren sich aber auch einig: Alternativverfahren wie die Jungebermast, die Kastration per Impfung oder der Einsatz von Narkosemitteln bei der Kastration sind weiter zu erforschen und müssen mit praktischen Erfahrungen untermauert werden.

Kastration unter Betäubung weiterentwickeln

So zeigte sich in mehreren Referaten, dass sowohl für konventionelle als auch für ökologische Schweinehalter die Kastration unter Betäubung als Alternative weiterentwickelt werden sollte.
 
Jungmasteber mit Geruchsabweichungen am Schlachtband zu erkennen, ließe sich heute bereits umsetzen, machten Vertreter der Vermarktungsseite deutlich. Eine technische Lösung zur Detektion sowie das Festlegen möglicher Grenzwerte zur Geruchsabweichung seien jedoch noch schwierig.

Ebermast als sinnvolle Alternative

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