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Frankreich: Fleischindustrie fordert Preisnachschlag

von , am
04.09.2012

Paris - Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich hat der Schweinepreis das höchste Niveau seit Einführung des Euro am 1. Januar 2002 erklommen.

Auch 2015 bleiben die Schweinepreise aufgrund des hohen Angebots unter Druck. © Mühlhausen/landpixel
Was die Erzeuger freut, bereitet der Fleischwarenindustrie im Nachbarland jedoch großes Kopfzerbrechen. Der Dachverband der Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren sowie Fleischkonserven (FICT) sieht durch den kräftigen Anstieg der Rohstoffkosten die Existenz seiner Mitglieder bedroht und hat den Handel aufgefordert, unverzüglich Gespräche aufzunehmen.
 
Es sei praktisch unmöglich, die dramatisch gestiegenen Einkaufspreise an den Handel weiter zu geben, beklagte der Verband in einer Pressemitteilung. Die Verkaufspreise für die Fleisch- und Wurstwaren seien mit den Abnehmern vereinbart worden, als die Schlachtschweinepreise um 17 Prozent und die Teilstückpreise für Schweinefleisch um 24 Prozent unter dem jetzigen Niveau gelegen hätten.
 

Eine schnelle Lösung muss her

 
Der gesamte Handel trage eine Verantwortung für die weitere Existenz der Fleischwarenindustrie, betonte der FICT und forderte dazu auf, unter staatlicher Leitung ein Runden Tisch mit den Beteiligten der Branche zu bilden, um schnellstmöglich Lösungen für die Problematik zu finden.
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