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Kriminalität

Gefährlicher Diebstahl: ASP-Schutzzaun in der Uckermark gestohlen

Zaun-ASP
am Mittwoch, 06.10.2021 - 14:00 (Jetzt kommentieren)

In der Uckermark wurden offenbar große Teile des Zauns gestohlen, der gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) schützen soll.

Der Zaunbau entlang der polnischen Grenze in Brandenburg soll vor der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) schützen. Er hindert möglicherweise mit dem Virus infizierte Wildschweine aus Polen daran, über die Grenze zu kommen. Das klappt nicht immer.

In der Uckermark sind zum Beispiel große Teile des Zauns gestohlen worden. Das stellte der Landkreis bei Kontrollen fest. Sprecherin Ramona Fischer sprach davon, dass sowohl Zaunmaterial als auch Batterien in Größenordnungen entwendet worden seien. Nach Schätzungen des Kreises liegt der Schaden im vierstelligen Bereich.

Diebstahl des ASP-Zauns kann bis zu 30.000 Euro Strafe kosten

Im Landkreis Uckermark gibt es bislang zwei ASP-Fälle. Um eine weitere Ausbreitung der tödlichen Tierseuche zu verhindern, ist entlang der gesamten Grenze nach Polen in Brandenburg eine feste Wildschweinbarriere errichtet worden. Angesichts des Seuchengeschehens in Polen, das nicht zur Ruhe kommt, folgt derzeit ein zweiter Zaun, um einen Schutzkorridor zu errichten. 

Um diese Zäune gibt es immer mal wieder Ärger. So hat der Bau des ersten Zauns vielen Landwirte zu lang gedauert. Außerdem kam es schon zuvor zu Diebstählen. Das Besorgniserregende daran ist, dass damit die Bemühungen aller Beteiligten gefährdet werden, die Tierseuche einzudämmen. So stellt auch diese Tat der noch unbekannten Diebe einen Verstoß gegen die Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung dar und kann zusätzlich mit einem Bußgeld von bis zu 30.000 Euro bestraft werden.

Mit Material von dpa

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