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Verstöße gegen Tierschutzgesetz

Greenpeace verklagt Thüringer Sauenbetrieb

Mastschweine im Stall
SYMBOLBILD © ah/agrarfoto.com
von am
19.12.2017

Greenpeace hat Strafanzeige gegen den Betreiber des schweinehaltenden Betriebs Gut Thiemendorf gestellt. Dort werde der Organisation zufolge gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

Greenpeace hat bei der Staatsanwaltschaft Gera Strafanzeige gegen die Heideland Gutsverwaltungs GmbH & Co. KG erstattet, die den landwirtschaftlichen Agrarbetrieb Gut Thiemendorf in in Thüringen betreibt. Heideland hält auf dem Gut rund 9.000 Sauen.

Aktuelle Fotos aus den Stallungen würden belegen, dass die Betreiber die Tiere in viel zu engen Kastenständen hielten, teilte die Organisation mit. Dies verstoße gegen die Nutztierhaltungsverordnung und das Tierschutz-Gesetz.

Verstöße gegen Nutztierhaltungsverordnung und Tierschutzgesetz?

Die Stände seien laut Greenpeace so eng, dass sich die Tiere nicht ungehindert ausstrecken könnten. Auch die hygienischen Bedingungen seien miserabel. Das Unternehmen stand schon früher wegen Verstößen gegen Tierschutzauflagen in der Kritik. Im Jahr 2014 wurde Standorte des Betriebes von Polizei und Veterinären durchsucht, berichtet der MDR. Tiere mussten damals notgeschlachtet werden. Als neue Vorwürfe bekannt wurden, zeigte sich das Unternehmen selbst an.

Heideland liefert an Schlachtunternehmen Tönnies

Heideland betreibt insgesamt fünf Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten von der Ferkelaufzucht bis zur Schweinemast. Er beliefert unter anderem das Schlachtunternehmen Tönnies, der für Aldi und Lidl Schweinefleisch produziert.

Nässe, Schlamm und Schnee: So sieht es auf norddeutschen Feldern aus

Wasser auf Wiese
Diese Grasfläche ist völlig überschwemmt und nicht nutzbar. © Dieter Jendrziak
Schlamm auf Feld
Hier wurde mit Gewalt eine Herbstfurche gezogen. Ideal für die Struktur ist das nicht. © Dieter Jendrziak
Voller Wassergraben
Die Gräben sind voll. Aus den häufig vorhandenen Niederungsgebieten muss das Wasser gepumpt werden, wodurch hohe Kosten entstehen. Die Schöpfwerke werden mit E-Motoren sowie Dieselaggregaten betrieben und laufen schon seit langem rund um die Uhr. © Dieter Jendrziak
Nasse Wiese
Eine nicht geerntete Grünlandfläche. Dieser Schnitt stört aber den ersten Aufwuchs im kommenden Frühjahr und muß kostenintensiv entsorgt werden, sobald die Fläche wieder befahrbar ist. © Dieter Jendrziak
Überschwemmung auf Wiese
Seit Monaten hängt über Norddeutschland ein grauer Himmel ... © Dieter Jendrziak
Überschwemmung auf Wiese
... aus dem immer wieder ergiebige Niederschläge fallen. © Dieter Jendrziak
Verschlammte Weide
Auch für die Weidehaltung wird der aufgeweichte Boden zum Problem. © Dieter Jendrziak
Hochwasser auf Maisstoppeln
Hier konnte der Mais immerhin abgefahren werden. © Dieter Jendrziak
Hochwasser auf Maisacker
Diese Maisfläche wird nicht abgeerntet werden können. © Dieter Jendrziak
Überschwemmtes Stoppelfeld
Ein trostloses Bild, das den Landwirten vor Ort über den Winter erhalten bleiben wird. © Dieter Jendrziak
Festgefahrener Traktor
Der Versuch, zur Entwässerung einen Grüppel zu ziehen, ist gescheitert. Das Wasser kann bis zu dem Punkt zwar abfließen, aber der Strukturschaden ist groß. © Dieter Jendrziak
Festgefahrener Traktor
Die Bergung des Schleppers war keine leichte Aufgabe. © Dieter Jendrziak
Gefrorener, gepflügter Acker mit Stauwasser
Sonnige, trockene Tage, an denen der Boden abtrocknen kann, gab es in der zweiten Jahreshälfte viel zu wenig. © Dieter Jendrziak
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