Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung

Grenzwerte Ammoniak: ISD fordert faire Messweise

Ferkel im Aufzuchtstall
am Freitag, 26.02.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Der Grenzwert von 20 ppm Ammoniak darf im Schweinstall nicht überschritten werden. Der ISD hat einen Vorschlag zur praxisnahen und fairen Messung erarbeitet.

Genauso wie für Menschen, ist es auch für Schweine wichtig, dass eine gute Luftqualität in ihrem Umfeld herrscht. Seit Anfang 2021 darf der Grenzwert von 20 ppm Ammoniak (NH3) im Stall nicht mehr überschritten werden.

Die ISD (Initiative-Schweinehaltung-Deutschland) macht in einer Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass Schweine sich im Regelfall zu 80 Prozent des Tages im Liegebereich aufhalten. Dieser weise einen durchschnittlichen NH3-Wert von 3,4 ppm auf.

Bedenklich hoch sei der Wert normalerweise im Mistbereich mit 22,5 ppm. Dort würden die Schweine laut der Initiative - genauso wie im Fressbereich - aber nur 10 Prozent ihrer Zeit verbringen.

Ammoniak-Messung darf Existenz nicht bedrohen

Damit die Messungen möglichst der Lebenswirklichkeit der Tiere entsprechen, hat die ISD einen Vorschlag erarbeitet. Dieser lehnt sich an die Messmethoden der Arbeitsplatzgrenzwerte bei Menschen an.

Laut der neuer Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TSNHV) reicht eine Messung an einem Ort. Der ISD kritisiert, dass so schnell Werte über 22 ppm erreicht würden, wenn beispielsweise über feuchten Mist gemessen werde. Das gefährde aber die Existenz vieler Betriebe und entspräche nicht der Lebenswirklichkeit der Schweine.

Mit der Methode des ISD würden viele fachlich falsche Existenzbedrohungen vermieden.

Mit Material von ISD

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...