Login
Zucht

Wieder Groß-Razzia in Straathof-Betrieben

von , am
18.06.2015

Straathof bleibt im Visier der Behörden: Gestern durchsuchten rund 100 Einsatzkräfte die Zuchtbetriebe des Schweine-Imperiums im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Es bestehe der Verdacht auf Verstöße gegen den Tierschutz.

Der Schweineproduzent Adrianus Straathof steht im Visier der Behörden. © Bökel
Aufgrund eines Verdachts von Verstößen gegen tierschutzrechtliche Vorschriften, hat die Staatsanwaltschaft Augsburg Ermittlungen gegen die Straathof-Strehle GmbH aufgenommen. Gestern wurden im Landkreis Donau-Ries der Ferkelzuchtbetrieb am Reichertsweiler Hof bei Donauwörth und der Sternhof bei Amerdingen durchsucht. "Es besteht der Verdacht, dass durch die Haltung den Tieren erhebliche Schmerzen zugefügt wurden.", sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Matthias Nickolai gegenüber agrarheute.com.
 
Ob es sich bei den Tatverdächtigen auch um Adrianus Straathof handelt, wollte Nickolai nicht bestätigen. Nach Aussage des Pressesprechers richtet sich der Tatversdacht gegen vier Verantwortliche der Betreibergesellschaft, männlich, im Alter zwischen 38 und 60 Jahren.

Zeitgleich Razzia in Sachsen-Anhalt

Zeitgleich fand eine Durchsuchung der Geschäftsräume der Betreibergesellschaft im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt statt. Die Durchsuchungsaktion ist mittlerweile beendet. Zum Ergebnis der Durchsuchungen können laut Polizeibericht aktuell keine Angaben gemacht werden. Mit konkreten Auskünften ist erst nach Abschluss der Ermittlungen in einigen Wochen zu rechnen.

Straathof reagiert mit Unverständnis

Ein Sprecher des Unternehmens LFD Holding (ehemals Straathof), zu dem Straathof-Strehle gehört, bezeichnete die Durchsuchungsaktion gegenüber der Augsburger Allgemeinen Zeitung als "unverhältnismäßig".
 
Der niederländische Schweineproduzent Adrianus Straathof hat 2013 den Betrieb auf dem Reichertsweiler Hof bei Donauwörth mehrheitlich übernommen und erweitert. 
Auch interessant