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Schwein

H1N1-Virus bei Schweinen entdeckt

von , am
28.09.2009

Brüssel/Belfast - In der EU ist das neuartige, umgangssprachlich als "Schweinegrippe" bezeichnete H1N1-Virus vergangene Woche erstmals tatsächlich bei Schweinen nachgewiesen wurden - bei rund 4.500 Ferkeln auf einem Betrieb in Nordirland.

© Fotocie/Fotolia

Das hat das nordirische Landwirtschaftsministerium in Belfast bestätigt. Ein Gesundheitsrisiko für Verbraucher bestehe nicht, betonte das Ressort.

Es gebe keine Hinweise, dass der Erreger durch den Verzehr von Schweinefleisch oder Fleischprodukten auf den Menschen übertragen werden könne. Die Tiere sollen nicht gekeult werden; eine solche Maßnahme wurde vom Ministerium als nach dem Stand der Sachlage nicht angemessen bezeichnet.

Ein Leitfaden soll die weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern. Darin wird unter anderem darauf verwiesen, dass Schweine mit klinischen Symptomen nicht für den menschlichen Verzehr geschlachtet werden dürfen - wie kranke Tiere allgemein. Personen, die mit Schweinen arbeiten, sollten bei den ersten Anzeichen einer Grippe jeden Kontakt mit den Tieren vermeiden, bis die Symptome abgeklungen sind.

In der Europäischen Kommission zeigte man sich in einer Antwort auf eine diesbezügliche Nachfrage ebenfalls nicht beunruhigt. Die Behörden vor Ort hätten die Lage unter Kontrolle, hieß es. (AgE)

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