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Haltungsverbot: Russische Kleinbauern protestieren

von , am
30.07.2013

Moskau - Russische Kleinbauern warnen vor der "Ausrottung" der privaten Schweinehaltung. Hintergrund ist das geplante Haltungsverbot für Kleinbetriebe, um die Ausbreitung der Schweinepest zu verhindern.

Kleinbetriebe und private Schweinehalter protestieren gegen das geplante Haltungsverbot. © Remi Hoeve/Bunte bentheimer
Die russische Assoziation der privaten Landwirte, AKKOR, hat an den Staatspräsidenten Wladimir Putin appelliert, die "Ausrottung" der privaten Schweinehaltung als angebliche Maßnahme gegen die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu stoppen.
 
Dass dadurch das ASP-Problem gelöst werden könnte, sei ein großer Irrtum, betonte AKKOR in einem vergangene Woche veröffentlichen Schreiben. Die Gewährleistung von außerordentlichen Sicherheitsmaßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Virus sei in den Großbetrieben viel schwieriger als im privaten Sektor. Andererseits wäre ein totales Verbot für die Haltung der Schweine in den Hofwirtschaften ein Schlag gegen die Bevölkerung, den Produktionsbereich und das russische Dorf.

Großbetriebe können Ausfall der Kleinproduzenten nicht auffangen

Die Schweinehaltung sei eine wichtige Stütze für die Landbewohner mit niedrigen Einkommen. Auf die Kleinproduzenten entfalle derzeit etwa ein Drittel der nationalen Schweinefleischerzeugung. Die durch strenge WTO-Regeln angeschlagenen Großproduzenten wären nicht imstande, den Ausfall dieses Sektors auszugleichen, gab AKKOR zu bedenken.
 
Der stellvertretende Ministerpräsident, Arkadij Dworkowitsch, hatte Anfang der vergangenen Woche bekannt gegeben, die gegen ASP nicht ausreichend abgesicherte Schweinehaltung für Private und in den kleineren Landwirtschaftsbetrieben verbieten zu wollen.
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