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Stallklimagestaltung

Hitzestress: Nasenlüftung bringt Frischluft für die säugenden Sauen

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am Freitag, 18.06.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Gerade an heißen Tagen wie jetzt sind alle Register zu ziehen, um die säugenden Sauen mit ausreichend Frischluft zu versorgen. Die Nasenlüftung ist hier eine sinnvolle Alternative, um Hitzestress vorzubeugen.

Der Sommer heizt in diesen Tagen voll ein. Die hohen Temperaturen machen dabei nicht nur uns Menschen zu schaffen. Auch die Schweine, insbesondere die säugenden Sauen, haben es bei Hitze nicht leicht. Das  folgende Szenario sollte daher jeder Sauenhalter vor Augen haben, wenn es um die Klimagestaltung im Abferkelstall geht:

Hitze und ihre Folgen: Sauen fressen weniger und haben weniger Milch für Ferkel

Ist es in den Stallabteilen zu warm, nimmt die Sau nicht die richtige Liegeposition an. Die Seitenlage fällt ihr schwer und sie bleibt auf den Beinen liegen, um die Lungen zu entlasten. Dadurch kommen ihre Ferkel  schlechter an das Gesäuge.

Infolge der Wärme ist auch die Futteraufnahme eingeschränkt. Die Sau kann weniger Futter in Milch umsetzen und greift dann die eigenen Körperreserven an. Die Fettpolster schwinden und es kann zu Liegebeulen bis hin zu Schulterverletzungen bei den Tieren kommen. Auch die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich. Durch die Fetteinschmelzung kann es zu schmierigen Fettdurchfällen bei den Saugferkeln kommen.

Hitzestress: Nasenlüftung bringt Sauen Entlastung

Die Lüftungs- und Klimasteuerung im Abferkelstall ist also ein wesentlicher Faktor für den Erfolg im Sauenstall. Die Nasenlüftung ist hier eine bewährte Methode, Hitzestress vorzubeugen. Ziel der Nasenlüftung ist es, die frische Zuluft unmittelbar zum Rüssel der Sauen zu bringen. Dabei kann die Luft je nach Variante über Zuluftrohre sowohl abgehängt von der Decke als auch alternativ unterhalb des Buchtenbodens bis an den Kopfbereich der Tiere geführt werden.

Eine Nasenlüftung kann Wunder vollbringen, aber sie muss gut geplant werden, sonst kann sie auch Schaden anrichten. Je nach Lüftungsberechnung haben die hierfür oft genutzen KG-Rohre einen Durchmesser von 150 bis 200 mm. Das Rohr wird von der Decke – es ragt etwa 10 bis 15 cm durch die Lochplatte in den Zuluftkanal, in die Zwischendecke oder auch diffuse Decke – bis 1 bis 1,5 m über den Kopfbereich der Sau geführt. Die Luft fällt im freien Fall in den Trog und strömt dann langsam zur Schnauze der Sau.

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