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Schweinemast

Hitzestress bei Schweinen: Das sind die Signale

Mastschweine im Stall
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Anke Fritz, agrarheute
am
21.06.2017

Schweine haben relativ wenig Schweißdrüsen und kommen daher schnell in Hitzestress. Das kann schwere Folgen haben.

Bei extremer Hitze ist es besonders wichtig den Schweinestall richtig zu kühlen. Auch das bundesdeutsche Tierschutzrecht schreibt vor, Kühlungsmöglichkeiten zu schaffen. Funktioniert das Kühlungssystem nicht richtig, sind die Schweine von der Hitze gestresst und zeigen deutliche Signale. Welche das sind, hat die DLG in einem Merkblatt zusammengefasst.

Folgende Signale deuten auf Hitzestress hin

  • verkürztes, schnelleres Atmen
  • erhöhte Wasseraufnahme
  • Reduzierung der Futteraufnahme
  • ausgestrecktes seitliches Abliegen in der Bucht, möglichst auf wärmeableitendem Material

Auswirkungen der Hitze auf Schweine

  • Einbruch der Milchleistung bei ferkelführenden Sauen
  • Nachlassen der Spermaqualität bei Zuchtebern
  • Krankheitserreger haben beim geschwächten Organismus größere Chance, eine Krankheit zum Ausbruch zu führen
  • Temperaturen über 28 °C können bei Mastschweinen oberhalb von 80 kg Körpergewicht zu Kreislaufproblemen führen, wenn auch die relative Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist

Temperaturansprüche der Schweine bachten

Es lässt sich also festhalten:

  • kleinere Schweine bis zu einem Gewicht von 30 kg werden bei Betrachtung der Optimaltemperaturen auch bei Überschreitung von 30 °C kaum belastet.
  • größere Tiere im Bereich von 50 bis 120 kg werden ab Temperaturen über 28 °C nicht mehr im Optimalbereich gehalten.

Die Begründung hierfür liegt in den unterschiedlichen Temperaturansprüchen der Schweine in den einzelnen Gewichtsabschnitten. Ein hoher Stoffwechsel beansprucht das Tier bei hohen Temperaturen zusätzlich. Bei Extremwetterlagen sollte daher bei Flüssigfütterungsanlagen von Seiten des Landwirtes darauf geachtet werden, dass der Wassergehalt in der Futtermischung erhöht wird. Das Wasserangebot sollte keinesfalls eingeschränkt sein.

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