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China

Hochhäuser für Schweine im Trend

Schweinehochhaus in China
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
16.05.2018

In Deutschland ist das Schweinehochhaus umstritten, in China allerdings wird diese Schweinehaltung immer beliebter.

In Deutschland ist das Schweinhochhaus in Maasdorf, Sachsen-Anhalt, umstritten. Während die Anlage dort derzeit für eine Sanierung nach und nach leer gefahren wird, wird in China diese Schweinehaltung immer beliebter. Eine private chinesische Agrarfirma betreibt im Land bereits zwei siebenstöckige Hochhäuser für Schweine – vier weitere sollen folgen.

Die Betreiber sind von den Vorteilen der mehrstöckigen Schweineställe überzeugt: die Temperaturkontrolle soll ihren Angaben zufolge besser funktionieren als in herkömmlichen Ställen. Das erhöhe die Überlebensrate der Ferkel und die Sauen seien produktiver.

Experten waren vor erhöhter Seuchengefahr im Schweinehochhaus

In einem Gebäude mit sieben Etagen sind rund 30.000 Schweine untergebracht. Ein spezielles Belüftungssystem und andere Vorrichtungen sollen dafür sorgen, dass jede Etage unabhängig von den anderen betrieben werden kann, erklären die Betreiber. Ein Übertragen der Viren zwischen den einzelnen Stallbereichen sei nicht möglich.

Doch auch in China gibt es Zweifel an der Unbedenklichkeit der Schweinehochhäuser. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass das Risiko für eine Seuche oder für andere Tierkrankheiten mit der Zahl der gehaltenen Tiere zunehme. Trotzdem liegen die Hochhäuser in China derzeit im Trend: In Zukunft sollen auch Ställe mit bis zu 13 Etagen folgen.

Auf unserer Facebookseite agrarheute Schwein können Sie einen Blick in das chinesische Schweinehochhaus werfen:

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