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Hofreport: Abferkelung bei der AG Ländeken

von , am
26.04.2014

Die Agrargenossenschaft Ländeken entschied sich vor einigen Jahren für die beiden Standbeine Biogas und Schweineproduktion Der umgebaute Maststall bietet 3.500 Tieren Platz.


Die Agrargenossenschaft Ländeken sitzt im brandenburgischen Meinsdorf. Der Betrieb ging aus der LPG Hohenseefeld hervor. Nach der Wende wurden die Pflanzen- und die Tierproduktion am Standort Meinsdorf zusammengelegt. Bis 2009 gab es noch bis zu 260 Milchkühe, mittlerweile setzt die Agrargenossenschaft aber auf die beiden Standbeine Biogas und Schweineproduktion. Aus der Biogasanlage werden mittlerweile 1,2 MW elektr. erzeugt. Zum Betrieb gehören noch 1.720 ha LN mit einer durchschnittlichen Ackerzahl von 28:
  • 300 ha Grünland,
  • rund 700 ha Getreide, davon 250 ha Roggen, 200 ha Triticale, 150 ha Gerste sowie 100 ha Weizen;
  • 100 ha Winterraps und
  • rund 450 ha Mais für die Biogasanlage.
28 Mitarbeiter sind in der Agrargenossenschaft beschäftigt, sechs davon arbeiten im Schweinebereich.

Geschlossenes System

Benny Hecht managet den Bereich und plante bereits den Umbau der Sauenanlage vor drei Jahren mit. Der umgebaute Maststall bietet 3.500 Tieren Platz. Nachdem die Läufer vormals verkauft wurden, wird seit dem Umbau des ehemaligen Rinderstalls in 2012 im geschlossenen System gewirtschaftet. Der Abferkel- und Sauenbereich ist rund 1,5 Kilometer Luftlinie von der Betriebsstelle entfernt. Von den 360 produktiven Sauen werden im Schnitt 33,6 Ferkel pro Jahr und Sau abgesetzt. Je 80 Sauen stehen im Abferkelbereich, die AG Ländeken setzt auf eine dänische Kreuzungssau aus Landrasse und Yorkshire. In den fünf Abteilen befinden sind jeweils 16 Plätze, die Buchtenfläche liegt über dem vorgeschriebenen Standard.
 
Die Sauen bezieht die Agrargenossenschaft Ländeken seit 2012 von einem Züchter aus Dänemark. Leistung und Qualität der Tiere gaben den Ausschlag für den Entschluss, der sich über die Jahre bewährt hat. Nach dem Absetzen kommen die Ferkel ins Flatdeck, das sich auf dem Gelände der alten Schweineanlage befindet. Auch hier wurde bereits vor einigen Jahren umgebaut. Die Betriebsleitung entschloss sich für das "Nürtinger System", dass durch den Wegfall der Kosten für die Isolation der Gebäudehülle zu überzeugen wusste. Seit dem Umbau 2012 hat sich die Schweineproduktion der Agrargenossenschaft Ländeken sowohl quantitativ als auch qualitativ gut entwickelt.
 
Beim nächsten Hofreport werfen wir einen Blick in die Wärmeversorgung der Genossenschaft.
In der nächsten Ausgabe der dlz primus Schwein finden sie eine ausführlichen Bericht zur AG Ländeken. Hier kommen sie zu der aktuellen Ausgabe.
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