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Hohe Beanstandungsquote - Verbesserungen bei Rückständen

von , am
22.07.2010

Berlin - Die Ergebnisse der amtlichen Futtermittelüberwachung für das Jahr 2009 liegen vor: Die Beanstandungsquote bei Mischfuttermitteln liegt wie im Vorjahr bei 17 Prozent, der Anteil der beanstandeten Mineralfutter und Vorschmischungen ist gestiegen.

© agrarfoto.com

Transparenz und Zuverlässigkeit der Herstellerangaben sind auch bei Mischfutter Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg der Nutztierhaltung. Deshalb sind die amtliche Futtermittelüberwachung und deren Ergebnisse für den Tierhalter ein Gewinn.

Futtermittelprüfungen bei 5.347 Herstellern und 8.939 Tierhaltern

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind im Jahr 2009 einzelne oder mehrere Futtermittelprüfungen bei 8.939 Tierhaltern sowie bei 5.347 Herstellern und Händlern durchgeführt worden.

Mischfutter: Beanstandungsquote wie im Vorjahr

In der Jahresstatistik wird eine Beanstandungsquote bei Mischfuttermitteln von 17 Prozent wie im Vorjahr angegeben, wobei der Anteil der beanstandeten Mineralfutter mit 25 Prozent und der der Vormischungen mit 27 Prozent höher liegt.

Schädlingsbekämpfungsmittel: Noch weniger Rückstände

Erfreulich ist, dass bei den unzulässigen und unerwünschten Stoffen jeweils eine Halbierung der bereits niedrigen Beanstandungsquote des Vorjahres erreicht wurde. Auch bei den Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln konnte die extrem niedrige Anzahl der Beanstandungen der Vorjahre nochmals gesenkt werden. Von rund 37.000 untersuchten Futtermitteln wurden nur fünf beanstandet. Von insgesamt etwa 17.000 untersuchten Mischfuttermitteln wurden 5,4 Prozent der Futterproben bezüglich der Inhaltsstoffe bemängelt.

Kalium/Harnstoff: Beanstandungen verdoppelt

Bei den Gehalten von Kalium und Harnstoff ist gegenüber dem Vorjahr eine Verdoppelung der Beanstandungen auf 13 Prozent bzw. vier Prozent der untersuchten Futterproben zu verzeichnen.

Futtermittelzusatzstoffe: Überschreitungen bei knapp zehn Prozent

Die Beanstandungsquote bei den Futtermittelzusatzstoffen ist mit 9,8 Prozent bei 130 Beanstandungen in Vormischungen ebenso zu hoch wie mit 1.244 Beanstandungen in Mischfuttermitteln. Der Schwerpunkt der Überschreitungen zulässiger Höchstgehalte lag hier wie bereits in den Vorjahren bei Übergehalten an Spurenelementen, darunter enthielten 55 Mischfuttermittelproben zu viel Zink und 57 zu viel Kupfer. Die Kontrolle der Energiegehalte ergab einen Anstieg der Beanstandungen um 0,8 Prozent auf 6,2 Prozent bei 1.279 Energiebestimmungen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) rät den Tierhaltern darüber hinaus die neuesten Warentestergebnisse über die Einhaltung von Energie- und Nährstoffgehalten des Vereins Futtermitteltest auf der Internetseite www.futtermitteltest.de einzusehen. Die Veröffentlichung der Prüfergebnisse erfolgt mit Namensnennung der Hersteller und bringt Transparenz in den Markt. (pd)

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