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Schwein

Hohe Maispreise verringern Schweinebestände

von , am
03.01.2011

Damme - Die hohen Maispreise sorgen dafür, dass sich die US-Schweinebestände weiter verkleinern. Die Zahl der Zucht- und Mastschweine im Dezember bewegte sich im Dezember auf 99 Prozent des Vorjahresniveaus.

© agrarfoto.com

Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) meldet, zeigen aktuelle Daten des US-Agrarministeriums USDA, dass sich die die Zahl der Zucht- und Mastschweine im Dezember auf 99 Prozent des Vorjahresniveaus bewegt. Rich Nelson, Analyst bei Allendale Inc, verwies darauf, dass die Gesamtbestände damit das neunte Quartal infolge gesunken seien.

Defizit beim Fleischangebot

Die geplanten Ferkelzahlen für den Zeitraum Dezember bis Februar betragen demnach ebenfalls 99 Prozent des Vorjahresniveaus, für den Zeitraum März bis Mai sinkt dieser Wert auf 98 Prozent. Die Schätzungen lägen deutlich unter denen des vorigen USDA-Quartalsberichts und deuteten darauf hin, dass die US-Mäster angesichts der hohen Maispreise eine neuerliche Bestandsreduzierung eingeleitet hätten. Die jüngste Entwicklung werde zu einem Defizit beim Fleischangebot im zweiten Halbjahr 2011 führen, prognostizierte Nelson.

Geringere Schlachtgewichte erwartet

Der Marktexperte Bob Brown erwartet, dass die Schlachtgewichte im kommenden Jahr geringer sein würden. Auf der anderen Seite hätten die hohen Maispreise bereits dazu geführt, dass einige schwere Jungsauen in diesem Herbst in die Schlachthäuser geschickt worden seien, was zu aktuell höheren Schlachtgewichten beigetragen habe, erläuterte Dan Vaught von Vaught Futures Insight.

Mehr Ferkel pro Wurf

Überraschend gestiegen sei allerdings die Zahl der Ferkel pro Wurf. Diese Entwicklung mache einen Teil der Bestandsreduzierungen wieder wett, sodass die Mäster ihre Herden in nächster Zeit noch stärker verkleinern würden, so der Experte. (isn)

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