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Vermarktung

Bei hohen Futterkosten runter mit den Schlachtgewichten

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am Montag, 07.03.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Bei der gegenwärtigen Marktlage und den extrem hohen Futterkosten sollten Mäster ihre Schweine leichter zum Schlachten bringen.

Das optimale Schlachtgewicht der Mastschweine ist entscheidend für den Vermarktungserfolg. Es wird stark von der aktuellen Marktsituation beeinflusst, die sich nahezu ständig ändert. So gibt es nicht ein Optimalgewicht für alle Betriebe. Vielmehr ist der Wert betriebsindividuell zu ermitteln. Daher sollte jeder Mäster das optimale Schlachtgewicht beim Vermarkten seiner Schweine kennen.

Hohe Futterkosten übersteigen oftmals den Erlös für das Mastschwein

Die zur Zeit extreme Kostensituation, unter anderem Futterkosten von zum Teil weit über 80 Euro je Mastschwein, wirft die Frage auf, bis zu welchem Gewicht die Tiere für den bestmöglichen Verkaufserlös gemästet werden sollten. Dabei zeigt die gängige Berechnungsmethode bei der AutoFOM-Vermarktung, dass es für eine positive Erlössituation nur noch einen engen Gewichtskorridor gibt.

Tatsache ist, dass sich die Futterverwertung schwerer und oftmals älterer Schweine mit über 106 kg Schlachtgewicht (SG) deutlich verschlechtert – sprich über ein Verhältnis von 1:4 hinaus. Das heißt, für die Erzeugung von 1 kg Fleisch werden mehr als 4 kg Futter benötigt. Damit übersteigen die Futterkosten in vielen Betrieben den Auszahlungspreis, der in den zurückliegenden Monaten bei extrem niedrigen 1,20 Euro/kg SG lag und sich erst jetzt Anfang März wieder in Richtung 1,50 Euro bewegt.

Schlachtgewichte sollten zwischen 92 und 94 kg liegen

Die Analyse von rund 50.000 Schlachtschweinen, die nach AutoFOM-Maske repräsentativ ausgewertet wurden, zeigt, dass das optimale Schlachtgewicht derzeit im Bereich von 92 bis 94 kg liegt. Als Preisniveau wurde hier noch ein Basispreis von 1,20 Euro/kg SG zugrunde gelegt. Ferner wurde eine durchschnittliche Futterverwertung von 1:2,7 kg angenommen.

Da sich die Durchschnittswerte der Schlachtgewichte in den letzten Jahren auf etwa 96 kg eingependelt haben, kann oftmals schon ein Absenken der Schlachtgewichte um 2 bis 3 kg bei Sauschweinen und Kastraten ausreichen, um das Betriebsergebnis deutlich zu verbessern. Liegt nämlich das betriebliche Schlachtgewicht über dem optimalen Bereich, könnten über reduzierte Schlachtgewichte hohe Futterkosten vermieden werden. Anders herum heißt das: Zu schwere Schweine können richtig Geld kosten.

Mit Material von Johannes Hilgers, Schweinevermarktung Rheinland w. V.

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