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Niedersachsen

Immer strengere Auflagen: Sauenhalter kapitulieren

LPD/Katharina Krenn/agrarheute
am
26.07.2016

Seit 2010 haben rund 1.200 Sauenhalter allein in Niedersachsen ihren Betrieb eingestellt. Mit noch mehr Auflagen geht es weiter abwärts.

Eine große Zahl der Sauenhalter haben bereits vor den Herausforderungen der Zukunft kapituliert. So gab nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes von 2010 bis 2015 fast jeder dritte Sauenhalter in Niedersachsen auf. Die Zahl reduzierte sich von 3.400 auf aktuell 2.200, besonders hoch war der Rückgang bis 2013. Damals mussten die Betriebe die Haltung der tragenden Sauen auf Gruppenhaltung umstellen. Auch für die nächsten Jahre befürchtet das Landvolk Niedersachsen einen weiteren Rückgang.

Neue Auflagen können nicht mehr umgesetzt werden

„Die Diskussion zur Abschaffung des Kastenstandes im Deckzentrum sowie zur Abschaffung der betäubungslosen Kastration und dem Verbot zum Kupieren der Ringelschwänze verunsichern die Sauenhalter zutiefst“, so die Feststellung des Arbeitskreises Sauenhaltung beim Landvolk Niedersachsen. War bisher dem politischen Wunschkonzert noch mit baulichen Veränderungen in den genutzten Ställen nachzukommen, würden die Sauenhalter künftig neu planen müssen. Änderungen im Baugesetzbuch und der Filtererlass beispielsweise hätten zusätzlich die Latte höher gelegt.

Nur jedes 2. Ferkel aus Niedersachsen

„Die Politiker beteuern, kleine Betriebe schützen zu wollen, tatsächlich aber verunsichert insbesondere Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer mit immer neuen Vorschriften und Ideen unsere Tierhalter“, so Manfred Tannen vom Ostfriesischen Landvolk. Selbst bis zu Größenordnungen von 500 Zuchtsauen ließ sich in den vergangenen Jahren ein Abwärtstrend der Betriebszahlen feststellen, nur in der Größenordnung von 500 Sauen und mehr gab es ein leichtes Plus.

Auch die Zahl der in Niedersachsen gehaltenen Zuchtsauen hat sich verringert. Schon jetzt wird nur noch etwa jedes zweite Ferkel, das in Niedersachsen gemästet wird, auch hier geboren.

Im Abferkelstall: So fühlen sich Sau und Ferkel wohl

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