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Kastration

Improvac: Bio-Schweinehalter fordern Freigabe von der EU

Sau und Ferkel auf der Wiese
am Montag, 10.08.2020 - 11:20 (Jetzt kommentieren)

Der Einsatz des Impfstoffs Improvac für die Immunokastration von Ebern ist im Ökolandbau nicht erlaubt. Nun fordert das Aktionsbündnis Bioschweinehalter Deutschland die Freigabe.

Im Juni wurde bekannt, dass die Europäische Kommission die Immunokastration als alternatives Verfahren bei der Kastration im Ökolandbau ausschließt. Da Improvac in den Hormonhaushalt eingreift, ist diese Form der Kastration laut Kommission nicht mit der EU-Ökorichtlinie vereinbar.

Das Aktionsbündnis Bioschweinehalter Deutschland (ABD) hält dies für eine falsche Entscheidung und sieht in der Immunokastration eine wichtige Alternative. Sie fordern die Immunokastration als Alternative zuzulassen.

Ebergeruch: Maßnahmen sind wichtig

Um auch in Zukunft einwandfreie Lebensmittel erzeugen zu können, ist die Kastration ein wichtiges Mittel. Wie bei der chirurgischen Kastration wird Improvac ausschließlich zum Vermeiden des Ebergeruchs eingesetzt.

Wie bei jedem anderen Verfahren gibt es auch bei der Immunokastration Nachteile, die den Mitgliedern laut ABD bekannt sind. Der Teil der Mitglieder, die sich für diese Methode der Kastration entscheiden, will vor Allem die chirurgische Kastration vermeiden.

Da der ABD die chirurgische Kastration ohne Betäubung seit Jahren für nicht tierschutzgerecht hält, sind alternative Methoden umso wichtiger für die Landwirte. Auch die betriebliche Situation und die Vermarktungspartner sind für die Wahl der geeigneten Methode entscheidend.

Exklusiv: DBV und BÖLW reichen Schreiben ein

Wie agrarheute exklusiv erfahren hat, haben der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ein Schreiben an die Staatssekretärin Frau Kasch gerichtet. In diesem Schreiben kritisieren sie die Entscheidung der EU-Kommission, den Einsatz von Improvac in der Ökolandwirtschaft verbieten zu wollen und bitten die Staatssekretärin um Ihren Einsatz für den Erhalt der Immunokastration in der ökologischen Landwirtschaft. Aus Sicht der Verbände handelt es sich hierbei um eine wichtige Alternative, die auch in Zukunft Bestand haben muss.

Mit Material von ABD

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