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Ausstieg betäubungslose Ferkelkastration

Improvac im Ökolandbau vor dem Aus

Muttersau mit ihren Ferkeln in einer Ökoschweinehaltung
am Montag, 20.07.2020 - 11:21 (1 Kommentar)

Ökosauenhalter müssen voraussichtlich die männlichen Ferkel wieder kastrieren. Die Länderarbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau folgt der Rechtsauffassung der EU-Kommission und verbietet künftig den Einsatz der Impfung gegen Ebergeruch.

Offiziell kommuniziert wurde es noch nicht, aber das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt (BWL) hat erfahren, dass Ökoschweinehalter künftig als Alternative zur chirurgischen Kastration der männlichen Ferkel nicht mehr gegen Ebergeruch impfen dürfen. Somit steht beim Ökolandbau die Immunisierung mit Improvac vor dem Aus.

Diese Entscheidung traf die Ländergemeinschaft Ökologischer Landbau (LÖK). Faktisch ist dies das Aus für Improvac im Ökolandbau. Damit folgt die LÖK der Rechtsauffassung der EU-Kommission. In einem Schreiben stuft Brüssel Improvac als "hormonähnliche Substanz" ein. Der Einsatz der Impfung gegen Ebergeruch im Ökolandbau ist nicht zulässig und sei mit diesem nicht vereinbar.

Ausstieg Ökolandbau aus Impfung gegen Ebergeruch - Details noch nicht bekannt

Wie genau der Ausstieg aus der Impfung gegen Ebergeruch im deutschen Ökolandbau aussehen könnte ist noch ungewiss. Eine offizielle Antwort des LÖK steht noch aus. Auf deren Internetseite wird Improvac weiter als eine Alternative aufgeführt.

Auch regt sich bereits Widerstand gegen diese Entscheidung. So spricht sich die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) eindeutig für die Immunokastration in der Ökotierhaltung als tiergerechteste Alternative zur betäubungslosen chirurgischen Kastration der Ferkel aus. 

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