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Infektionsketten sprengen: Gesunde Schweine

Ferkel im Flatdeck
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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
31.08.2018

Infekte im Schweinestall verringern das Tierwohl, die Leistung und letztlich auch die Wirtschaftlichkeit. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Infektionsketten wirkungsvoll unterbrechen.

Die Frage, warum man Infektionsketten im Schweinestall unterbrechen sollte, ist leicht zu beantworten: Gesunde Tiere bringen bessere Leistungen.

Sie haben zum Beispiel eine bessere Futterverwertung und benötigten weniger Medikamente, vor allem Antibiotika. Das alles führt am Ende zu mehr Tierwohl, zu entspannterem Arbeiten im Stall und zu einer besseren Wirtschaftlichkeit.

Skizze Infektionsdruck

Um Infektionsketten unterbrechen zu können, sollte man sie verstehen: Im Grunde ist es immer der gleiche Kreislauf (siehe Grafik). Er beginnt mit infektiösen Erregern (Keimen) wie Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten.

Das Reservoir der Erreger findet sich überall in der Umwelt – zum Beispiel im Wasser oder im Futter –, aber eben auch auf Viehzeichenstiften oder im Buchtengenossen.

Wenn Schweine, die den Erreger bereits in sich tragen, offene Wunden haben oder niesen, können die Keime direkt oder indirekt auf andere Tiere übertragen werden. Die Krankheit breitet sich aus, vor allem wenn die Schweine anfällig – zum Beispiel noch sehr jung – sind. Oder wenn Stress jeglicher Art das Immunsystem schwächt. Eintrittspforten sind ebenfalls verletzte Haut, Atemwege und Schleimhäute.

An allen Stellen dieser Infektionskette finden sich Möglichkeiten, sie zu durchbrechen. Das zeigen wir Ihnen auch in folgender Bildergalerie.

So senken Sie den Infektionsdruck im Stall

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