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Tiergesundheit

Influenza: Infektionsketten unterbrechen

Ferkel-im-Flatdeck
am Freitag, 25.12.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Influenzainfektionen sind eine der häufigsten Erkrankungen bei Schweinen. Hier lesen Sie, wie Infektionsketten unterbrochen werden.

Infektionen mit dem Influenzavirus führen weltweit zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden in den Schweinebeständen. Mittlerweile sind die durch Influenza ausgelösten bakteriellen Sekundärinfektionen der häufigste Grund für antibiotische Behandlungen in der Ferkelaufzucht und Mast.

In Europa wurden bislang ausschließlich Influenza-A-Stämme in Schweinebeständen gefunden. Dabei wird mittlerweile zwischen pandemischen und aviären (von Vögel stammenden) Typen differenziert. Während aviäre Typen sich nur von Schwein zu Schwein verbreiten, können pandemische Typen auch den Menschen infizieren. In den meisten Fällen infizieren sich die Schweine dann durch den erkrankten Tierbetreuer.

Schweine vorbeugend gegen Influenza impfen

Eine wichtige prophylaktische Maßnahme, um gegen das Influenzavirus vorzugehen, ist neben einem strengen Hygienekonzept die Impfung der Schweine. In Deutschland sind zwei Impfstoffe zugelassen. Die Auswahl richtet sich nach dem isolierten Feldtyp (pandemisch oder aviär). Während die Impfung bei Sauen und Mastschweinen sehr häufig erfolgreich ist, glückt sie bei Aufzuchtferkeln meist nicht. Grund dafür ist die lang anhaltende maternale Immunität (sieben Wochen). Somit bleibt hier nur die Möglichkeit, Infektionsketten zu unterbrechen, die von einer Impfung der Muttersauen in der Hochträchtigkeit begleitet werden muss.

Eine besondere Rolle spielen dabei die Treib- und Luftwege, die möglichst getrennt werden sollten. Gelingt das nicht einwandfrei, sollten in Peressigsäure (Wofasteril + Alcapur) getränkte Türvorhänge während des Umtriebs zum Einsatz kommen. Verschärfte Hygieneregeln für das betreuende Personal und das Vermeiden eines Zurückstallens während der Sanierungsphase verstehen sich von selbst.

Mehr zum Thema Influenza und wie es in einem Ferkelerzeugerbetrieb gelang, das Virus in den Griff zu bekommen, lesen Sie in der Dezember-Ausgabe von agrarheute Schwein, ab Seite 38.

Infektionsketten zu unterbrechen, das gilt übrigens auch bei Corona. Wie Sie das Coronavirus auf Distanz halten, erfahren Sie hier.

Mit Material von Dr. Franz Lappe, vivet Schweinegesundheit Geseke

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