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Aus der Wirtschaft

Initiative Tierwohl: 125 Betriebe bestehen Audit nicht

von , am
30.07.2015

Die Erstaudits der Initiative Tierwohl für schweinehaltende Betriebe sind fast abgeschlossen. Ein Großteil hat das Audit bestanden, nur 125 Betriebe wurden ausgeschlossen. Betriebe auf der Warteliste rücken nach.

Fit für die Initiative Tierwohl: Beschäftigungsmaterial für den Ferkelstall. © Bräunig/dlz
Rund 94 Prozent der Schweinehalter, die sich zur Initiative Tierwohl angemeldet haben, haben die seit Mai durchgeführten 2.121 Erstaudits bestanden. Insgesamt 125 Betriebe haben die Kritierien nicht erfüllt und erhielten eine sogenannte K.O. Bewertung. Eine Korrektur ist für diese Betriebe nicht vorgesehen. Das teilte die Trägergesellschaft der Initiative Tierwohl mit. Die erfolgreich geprüften 1.996 Betriebe teilen sich auf in
  • 1.266 Schweinemastbetriebe,
  • 443 sauenhaltende Betriebe und
  • 287 Ferkelaufzuchtbetriebe.

K.O.-Kritierien: Stallboden und Tränkewasser

Nur rund sechs Prozent der geprüften schweinehaltenden Betriebe haben die angegebenen Tierwohl Kriterien nicht ausreichend umgesetzt. Dies betrifft
  • 71 Schweinemastbetriebe,
  • 31 Ferkelaufzuchtbetriebe und
  • 23 sauenhaltende Betriebe.
Größtes Hindernis für die Landwirtewaren die Anforderungen bei Stalleinrichtungen und Anlagen. So scheiterten beispielsweise einige Betriebe an einer unzureichenden Anzahl an Tränken. Auch der Tränkewassercheck und nicht erfüllte Anforderungen an Stallböden führten vergleichsweise häufig zum Nichtbestehen. Dies sind Kriterien, die zu den Grundanforderungen gehören und von allen an der Initiative Tierwohl teilnehmenden Schweinehaltern erfüllt werden müssen.

Geld fließt zurück in den Topf

"Wir bedauern, dass nicht alle Betriebe ausreichend vorbereitet waren. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse aber, dass unser Kontrollsystem funktioniert und wir mit der Initiative auf dem richtigen Weg sind", so Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative.
 
Die Mittel, die für die Betriebe mit einer K.O. Bewertung reserviert waren, fließen in den Etat der Initiative zurück und werden zukünftig Betrieben auf der Warteliste die Teilnahme ermöglichen. Bis Ende des Jahres will die Initiative gemeinsam mit allen Partnern aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel einen Weg finden, möglichst viele dieser Betriebe zuzulassen. Bis dahin bleiben die durch die K.O. Audits frei gewordenen Gelder reserviert.

Diese Unternehmen nehmen teil:

  • Unternehmensgruppe ALDI NORD
  • Unternehmensgruppe ALDI SÜD
  • EDEKA Zentrale und die Regionalgesellschaften EDEKA
  • Kaiser’s Tengelmann
  • Kaufland
  • Lidl Deutschland
  • Netto Marken-Discount
  • Penny-Markt GmbH
  • real,- SB- Warenhaus GmbH
  • REWE Group
 
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