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Mast

Innovatives Verfahren soll aus Erdgas Schweinefutter machen

von , am
17.06.2014

Kopenhagen - Mit Bakterien, die sich von Methan ernähren, wollen dänische Forscher Schweinehalter unabhängiger von importierten Eiweißfuttermitteln machen.

Bestimmte Bakterientypen sollen das Gas als Rohstoff für den Aufbau des eigenen Zellproteins des Futtermittels nutzen. © Mühlhausen/landpixel
Wie das Fachmagazin "Landbrugs Avisen" vergangene Woche berichtete, setzt die Firma Unibio in dem Verfahren auf bestimmte Bakterientypen, die das Gas als Rohstoff für den Aufbau des eigenen Zellproteins nutzen. Als Granulat aufbereitet soll das Bakterieneiweiß in Zukunft Sojaschrot oder Fischmehl in der Mast oder Aufzucht von Schweinen ersetzen.
 
Das ausgefallene Verfahren wurde laut Landbrugs Avisen von Unibio in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dänemark (DTU) sowie der Universität Aarhus und anderen Fakultäten entwickelt und soll vor allem eine Verwendungsmöglichkeit für überschüssiges Erdgas schaffen, das heute bei der Exploration beziehungsweise Förderung von Erdöl meist noch ohne Nutzen abgebrannt wird. Die Forscher haben daher für ihr Patent insbesondere Abnehmer in ölproduzierenden Ländern im Blick.

Umsetzung in industrielle Anlage ist eine Herausforderung

Derzeit stehen die Projektpartner nach Angaben des Fachmagazins allerdings noch vor der Herausforderung, das bestehende labortechnische Verfahren in eine Fermentationsanlage in industriellem Maßstab zu übersetzen. Der dänische Innovationsfond ist von der Idee aber schon so überzeugt, dass er das Vorhaben laut Landbrugs Avisen mit einem Zuschuss von 15 Mio dkr (2 Millionen Euro) fördert.
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