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Tierseuche

ISN: ASP versetzt nicht in Panik

ASP-Flyer des BMEL
am Montag, 09.12.2019 - 10:05 (Jetzt kommentieren)

Die Afrikanische Schweinepest sorgt für Anspannung, aber nicht für Panik. Aber bei einem Ausbruch drohen Millionenverluste.

Landwirte und Behörden bereiten sich angesichts der immer näher rückenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf den Ernstfall vor. Dabei herrsche laut Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) in Damme, Torsten Staack Anspannung. "Aber bei uns herrscht alles andere als Panik."

Trotzdem ist die Lage ernst: Im Falle eines Ausbruchs drohen der deutschen Landwirtschaft Millionenverluste. Gegen Ausfälle absichern können sich Landwirte nur zum Teil.

Die Sicherheitsvorkehrungen bei den professionellen Schweinehaltern sind streng, und auch die Behörden in den einzelnen Landkreisen bereiten sich mit Übungen auf den Ausbruch der Krankheit in Deutschland vor. "Das zeigt, welch große Bedeutung wir dem Ganzen zumessen", sagte Thorsten Staack.

ASP: Export käme zum Erliegen

Die Hausschweine seien aus Expertensicht gut gegen eine Ansteckung mit der ASP geschützt. Aber ein Krankheitsausbruch unter Wildschweinen hätte für die deutschen Landwirte und die Fleischwirtschaft trotzdem gravierende Folgen: Der Export in Länder außerhalb der EU - insbesondere nach China - würde abrupt zum Erliegen kommen. 
 
Innerhalb der Europäischen Union wäre dagegen weiterhin Handel möglich, weil die Länder in Zonen aufgeteilt sind. Nur für direkt betroffene Regionen würden die Behörden Transportverbote verhängen. Aber ein an der Schweinepest verendetes Wildschwein in Brandenburg hätte keine Handelsverbote für Landwirte in Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen zur Folge, wenn es um Exporte in EU-Länder geht. 

Wie hoch der Schaden für die hiesige Fleischwirtschaft wäre, lasse sich derzeit nicht beziffern, sagte Thorsten Staack. Er halte es aber für möglich, dass die Chinesen dennoch deutsches Schweinefleisch kaufen würden, wenn die Krankheit nur bei Wildschweinen auftrete. Das erfordere aber Verhandlungen und teure Tests: Landwirte müssten nachweisen, dass ihre Tiere gesund seien.

In unserem Top-Thema zur Afrikanischen Schweinepest finden Sie aktuelle Fälle und Präbentionsmaßnahmen 

Mit Material von dpa

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