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Ferkelkastration

Isofluran-Narkose: Klöckner verlängert Frist für Förderanträge

Ferkel in ihrem Aufzuchtstall
am Donnerstag, 13.08.2020 - 10:06 (Jetzt kommentieren)

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat die Frist für die Beantragung von finanziellen Fördermitteln für Isofluran-Narkosegeräte verlängert. Bislang hat nur knapp die Hälfte aller Sauenhalter in Deutschland eine Förderung beantragt.

Wie das Berliner Agrarressort mitteilte, können Ferkelerzeuger vom 31. August bis zum 14. September 2020 nochmals Anträge zur finanziellen Förderung in Höhe von maximal 5.000 Euro stellen. Ursprünglich war die Antragsfrist am 1. Juli abgelaufen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten dem Ministerium zufolge gut 3.500 Betriebe einen Förderantrag gestellt; das entspricht knapp der Hälfte aller deutschen Sauenhalter. Die bereits zuvor verlängerte Frist für den Auszahlungsantrag bleibt mit dem 15. Oktober 2020 unverändert.  

Den Förderantrag für den Kauf eines Isofluran-Narkosegeräts können Sie bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stellen. Den Online-Auszahlungsantrag finden Sie hier.

Isofluran-Narkosegeräte: Ministerium stellt 20 Mio. Euro bereit

Klöckner machte erneut klar, dass die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland am 1. Januar 2021 Geschichte sein werde. Davon werde es keine Ausnahmen geben und eine Verschiebung dieses Termins sei nicht möglich.

Es werde dann nur noch drei Verfahren geben:

1. die Mast von Jungebern,

2. die Impfung gegen Ebergeruch und

3. die Kastration unter Vollnarkose.

Das Ministerium fördere die Anschaffung der notwenigen Narkose-Geräte mit insgesamt 20 Mio. Euro.

Stegemann: „Wir stehen zu einer regionalen Ferkelerzeugung“

Der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, begrüßte die Möglichkeit, weitere Erstanträge für die Anschaffungsförderung von Isuflurangeräten abgeben zu können. Dafür habe sich die Fraktion stark gemacht.

„Wir unterstützen unsere Sauenhalter bei der Umsetzung des Verbots der betäubungslosen Ferkelkastration. Denn wir stehen zur regionalen Ferkelerzeugung in Deutschland“, erklärte der CDU-Politiker.

Mit Material von Agra-Europe

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