Login
Mast

Kassamarkt: Kräftiger Preissprung bei Schlachtschweinen

von , am
30.07.2012

Frankfurt/Paris - Die Notierung für Schlachtschweine ist am vergangenen Freitag kräftig gestiegen. Der Vereinigungspreis legte wegen des knappen Angebots um zehn Cent zu.

Schweine reagieren besonders empfindlich auf zu hohe Mykotoxinwerte im Futter. © Mühlhausen/landpixel
Am Kassamarkt kletterte der maßgebliche Wert der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften um 10 Cent/kg auf 1,70 Euro/kg Schlachtgewicht (SG). Seit den Preisturbulenzen während der Dioxinkrise im Januar 2011 hat es keine solch starke Aufwärtsentwicklung mehr gegeben. Die Vereinigung begründete den Preissprung mit einem rückläufigen Schweineangebot, das die Nachfrage der Schlachtbetriebe klar unterschreite.
 
Marktbeobachtern zufolge lehre die Vergangenheit, dass Schweine bei Temperaturen von mehr als 30 Grad deutlich langsamer wüchsen und sich so das Angebot verknappe. Hinzu komme, dass aufgrund der laufenden Getreideernte die Vermarktung der Schweine auch mal hintangestellt werde.

Notierungen der Nachbarländer ziehen nach

Die Preishausse in Deutschland dürfte auch in den EU-Nachbarländern für anziehende Notierungen sorgen. In Dänemark erhöhte Danish Crown den Basispreis bereits am vergangenen Donnerstag um fast drei Cent/kg SG, in Italien ging es um fünf Cent/kg Lebendgewicht nach oben. Österreich meldete am Freitag einen Anstieg um acht Cent/kg.
 
Kurse für Schweinefutures gestiegen
 
Am Frankfurter Terminmarkt ging es aufgrund der Entwicklung am Kassamarkt mit den Futurekursen die zweite Woche in Folge nach oben. Der neue Frontmonat August schloss die Börsenwoche auf einem Niveau von 1,705 Euro/kg Schlachtgewicht (SG); das waren gegenüber dem vorherigen Freitag 4,5 Cent/kg mehr. Der September-Kontrakt gewann im Wochenverlauf 3,0 Cent/kg hinzu und wurde am Freitag mit 1,69 Euro/kg abgerechnet.
 
Schweinepreise unter 1,70 Euro/kg erwartet der Markt erst für die Herbstmonate Oktober und November. Die Kurse von Kontrakten mit diesbezüglicher Laufzeit lagen am Freitag vergangener Woche im Bereich von 1,65 Euro/kg. Trotz der heftigen Preisbewegung am Kassamarkt blieb das Handelsvolumen mit Schlachtschweinefutures an der Eurex mit 33 gehandelten Kontrakten überschaubar.
Im Bereich der Ferkel wechselten im Verlauf der vergangenen Woche 14 Futures den Besitzer, zehn Handelsaktivitäten bezogen sich allerdings auf den ausgelaufenen Juli-Termin, der am Mittwoch mit einem Settlementkurs von 42,60 Euro/Ferkel aus dem Handel ging. Der Ferkelfuture für September schloss am Freitag auf einem Niveau von 41,00 Euro/Ferkel; das waren 2,50 Euro mehr als in der Vorwoche. Oktober-Ferkel gewannen 2,00 Euro hinzu und wurden zum Ende der Börsenwoche mit 42,00 Euro/Ferkel gehandelt. Zwischen dem Geldkurs von 38,00 Euro/Ferkel und dem Briefkurs in Höhe von 44,00 Euro klaffte eine Lücke von 6,00 Euro für Tiere mit Liefertermin Oktober.

Ferkel direkt vermarkten

Auch interessant