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Kastenstandhaltung: Mehr als 30 Änderungsanträge

Sau im Kastenstand
am Donnerstag, 30.01.2020 - 10:16 (Jetzt kommentieren)

Am 14. Februar stehen Bund und Ländern schwierige Verhandlungen über die Neuregelung der Sauenhaltung in Kastenständen bevor.

Bund und Ländern stehen schwierige Verhandlungen über die Neuregelung der Sauenhaltung in Kastenständen bevor, wie Agrar-Europe berichtet. Der Agrarausschuss des Bundesrates soll zwar empfohlen haben, der vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegten Siebten Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zuzustimmen. Allerdings hat der Ausschuss mehr als 30 Änderungsanträge beschlossen, von deren Annahme er eine Zustimmung abhängig macht.

Am 14. Februar soll eine Entscheidung fallen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium soll einige dieser Maßgaben als Verkündungshindernis ansehen. Damit würde das Ressort die Verordnung nicht in Kraft setzen, sollte das Bundesratsplenum diese Forderungen in seiner Sitzung am 14. Februar übernehmen. Dabei handelt es sich teilweise um Anträge, die sich nicht auf die Kastenstandhaltung beziehen. Dies gilt beispielsweise für Länderanträge Hessens zum Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern, zur verpflichtenden Haltung von Kälbern auf Gummimatten sowie für umfassende Anforderungen an die Haltung von Junghennen sowie Elterntieren von Junghennen und Masthühnern.

Verordnungen und Fristen noch nicht zufriedenstellend

Auch der vom Ausschuss geforderte Wegfall der bislang vorgesehenen Ausnahme bei der Neuregelung der Kastenstandhaltung für Kleinbetriebe mit weniger als zehn Sauen würde dem Agrarressort zufolge einer Verkündung der Verordnung entgegenstehen. Erhebliche Bedenken hat das Ministerium zudem gegenüber der mehrheitlich angenommenen Forderung Sachsen-Anhalts, den Sauen bereits während der vorgesehenen Übergangszeit in Kastenständen ein Ruhen in ausgestreckter Seitenlage zu ermöglichen. Schließlich bereitet dem Agrarressort die Forderung Kopfzerbrechen, die im Verordnungsentwurf vorgesehene Übergangsfrist für die Kastenstandhaltung im Deckzentrum von bis zu 17 Jahren auf zehn Jahre zu verkürzen. Die Übergangsfrist im Abferkelbereich soll dem Antrag zufolge hingegen unverändert bleiben.

Mit Material von AgE

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