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Ferkelkastration

Kastration: QS akzeptiert lokal betäubte Ferkel aus Dänemark

Ferkel in einem Kastriergerät
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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
17.07.2018

QS schließt Ferkel, die – wie in Dänemark zugelassen – lokal mit Lidocain betäubt kastriert werden, nicht aus dem System aus.

In unserer agrarheute-Gruppe für Schweinehalter wurde gepostet, dass für QS der vierte Weg mit Lidocain, wie in Dänemark zulässig, kein Problem darstellt. Die QS Qualität und Sicherheit GmbH (QS) sähe keinen Grund, die unter Lidocain kastrierten Ferkel aus dem System auszuschließen.

Auf unsere Nachfrage bei QS wurde bestätigt, dass alle, die ins QS-System liefern möchten, ab dem 01. Januar 2019 einen Weg gewählt haben müssten, der mit dem Deutschen Tierschutzgesetz konform gehe. Das bedeutet, Betäubung oder Schmerzausschaltung unmittelbar bei der Kastration mit anschließender Schmerzmittelgabe seien Pflicht. Dabei sei es egal, ob die Tiere aus dem In- oder Ausland kommen.

QS bügelt nicht Versäumnisse der Politik aus

QS sei ein Qualitätssicherungsprogramm. Hier sei festgelegt und mit den Standardgebern in Dänemark, Belgien und den Niederlanden vereinbart, dass Ferkel, Mastschweine und Fleisch ab Januar nur ins QS-System geliefert werden dürfen, wenn die Vorgaben des Tierschutzgesetzes erfüllt sind. QS könne nicht die nationalen Unterschiede in den Verfahren ausgleichen und deshalb auch nicht ein Verfahren, das im Ausland zugelassen sei, aber in Deutschland nicht, ausschließen. Die Verfahren, die im Ausland rechtlich zugelassen sind, dürfen bei Tieren, die in das QS-System eingeführt werden, auch angewandt werden.

QS könne nicht geradebiegen, was die Politik vermasselt habe. Abgesehen davon würden wohl viele deutsche Mäster protestieren, wenn plötzlich keine Ferkel mehr aus Dänemark oder Niederlande nach Deutschland importiert werden dürften.

Wettbewerbsnachteile befürchtet

Die Kommentare auf Facebook sind eindeutig: Bleibe QS bei dieser Linie und der vierte Weg komme in Deutschland zum 1. Januar 2019 nicht, würde das zu einem noch stärkeren Wettbewerbsnachteil für die deutschen Ferkelerzeuger führen. User meinten, die Ferkelerzeuger würden vollkommen im Regen stehen gelassen.

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